NVIDIA SN4000 Switches
NVIDIA Spectrum SN4000 – 400GbE-Open-Ethernet-Switches mit Spectrum-3-ASIC, 64-MB-Puffer, 1M IPv4-Routen und Cumulus Linux, SONiC oder ONIE
Die NVIDIA Spectrum SN4000 Serie basiert auf dem Spectrum-3-ASIC mit 12,8 Tb/s und 8,4 Bpps und deckt Leaf, Spine und Super-Spine mit 1 bis 400GbE ab: Der SN4700 mit 32 × QSFP-DD 400GbE in 1U als Spine oder 400G-Leaf, der SN4600 mit 64 × QSFP56 200GbE in 2U als Spine oder per Breakout als 128-Port-Leaf für 10/25/50G, der SN4600C mit 64 × QSFP28 100GbE in 2U für große virtualisierte Rechenzentren, der SN4410 mit 24 × QSFP28-DD 100GbE und 8 × QSFP-DD 400GbE in 1U als Leaf, der 100G-Server an 400G-Spines anbindet, sowie das modulare 4U-Chassis SN4800 mit bis zu acht 16 × 100G-Linecards. Spectrum-3 bringt einen vollständig geteilten 64-MB-Paketpuffer, 512K dynamisch geteilte Forwarding-Einträge, bis zu 1M IPv4-Routen, einen algorithmischen TCAM für 500K Regeln, 512K Flow-Counter, 128-Wege-ECMP, Cloud-NAT mit über 100K Sessions und Single-Pass-VXLAN-Routing mit laut NVIDIA zehnfacher Tunnel-Skalierung. What Just Happened (WJH), Queue-Histogramme und INT-fähige Hardware liefern die Ursache von Paketverlusten, hardwarebeschleunigtes RoCE-Congestion-Management und Load Balancing versorgen GPUDirect- und NVMe-oF-Workloads. Alle Systeme haben 1+1-redundante Netzteile (SN4800: 2+2), N+1-Lüfter und wählbaren Airflow und werden mit NVIDIA Cumulus Linux, NVIDIA Onyx (SN4700, SN4600C) oder als ONIE-Bare-Metal für SONiC geliefert.
Technische Merkmale
| Hersteller | NVIDIA (ehemals Mellanox) |
| Modelle | SN4700: 32 × QSFP-DD 400GbE, 1U; SN4600: 64 × QSFP56 200GbE, 2U; SN4600C: 64 × QSFP28 100GbE, 2U; SN4410: 24 × QSFP28-DD 100GbE + 8 × QSFP-DD 400GbE, 1U; SN4800: modulares 4U-Chassis mit bis zu 8 Linecards MSN4800-C16 (16 × QSFP28 100GbE) und Management-Karte MSN4800-MGMT-2C/-2O; SN4700D laut aktuellem Hardware-Handbuch als weitere Variante |
| Ports und Breakout | SN4700: bis 32 × 400G, 64 × 200G, 128 × 100/50/25/10/1G, 64 × 40G; SN4600: bis 64 × 200G, 128 × 100/50/25/10/1G, 64 × 40G; SN4600C: bis 64 × 100G, 128 × 50/25/10/1G, 64 × 40G; SN4410: bis 8 × 400G, 16 × 200G, 48 + 32 × 100/50G, 128 × 25/10/1G, 32 × 40G; SN4800: bis 128 × 100/50/40/25/10G im Vollausbau; QSFP-DD mit 8 × 50G PAM4, QSFP56 mit 4 × 50G PAM4, QSFP28 mit 4 × 25G NRZ; Breakout 400G auf 2 × 200G, 4 × 100G oder 8 × 50G |
| Performance | Switching-Kapazität (bidirektional laut NVIDIA) 12,8 Tb/s (SN4700, SN4600, SN4800), 6,4 Tb/s (SN4600C), 8 Tb/s (SN4410); 8,4 Bpps auf allen Modellen; 64 MB monolithischer, vollständig geteilter Paketpuffer; Cut-Through mit Line-Rate auf allen Ports |
| Tabellen und Forwarding | 512K Forwarding-Einträge, dynamisch geteilt zwischen MAC, ARP/ND, IPv4/IPv6-LPM- und Host-Routen, ACLs, ECMP und Tunneln; bis zu 1M IPv4-Routen; algorithmischer TCAM bis 500K Regeln; 512K On-Chip-Flow-Counter; 128-Wege-ECMP; bis 128 × 100/50/25/10/1G, 64 × 200G oder 32 × 400G je LAG; Multi-Chassis-LAG (MLAG) aktiv/aktiv |
| Netzwerkvirtualisierung | Single-Pass-VXLAN-Routing und -Bridging mit laut NVIDIA zehnfacher Tunnel- und VTEP-Skalierung, EVPN über Cumulus Linux oder SONiC, IPv6-Segment-Routing, Cloud-NAT mit über 100K Sessions; programmierbare Pipeline mit Parsing, Verarbeitung und Editierung bis 512 Byte Tiefe; RoCE mit hardwarebeschleunigtem Congestion-Management, adaptivem Load Balancing, PFC/ECN für GPUDirect und NVMe-oF |
| Telemetrie | What Just Happened (WJH): ASIC-Ereignisse mit Zeit, Paket, Port und Ursache; hardwarebeschleunigte Histogramme der Queue-Tiefe im Sub-Mikrosekundenbereich; Inband Network Telemetry (INT)-fähig; Streaming-Telemetrie über offene APIs; NVIDIA NetQ für Validierung, Trace, Look-back und Lifecycle-Management |
| Betriebssystem | Werkseitig mit NVIDIA Cumulus Linux (Suffix C), NVIDIA Onyx (kein Suffix, nur SN4700 und SN4600C) oder ONIE-Bare-Metal (Suffix O); unterstützt Community-SONiC mit ISSU ohne Ausfallzeit, DENT und Linux Switch (switchdev) mit FRR, Bird, XORP; Docker-Container mit SDK-Zugriff direkt auf dem Switch; Bestellnummern MSN4700-WS2x, MSN4600-VS2x (200G), MSN4600-CS2x (100G), MSN4410-WS2x, MSN4800-WS4x mit F (P2C) oder R (C2P) für die Airflow-Richtung |
| Hardware | Quad-Core x86 (SN4700, SN4600, SN4600C, SN4410), Hexa-Core x86 auf der SN4800-Management-Karte; RAM 16 GB (SN4700, SN4600, SN4410), 8 GB (SN4600C), 32 GB (SN4800); SSD 64 GB (SN4700, SN4600, SN4410), 32 GB (SN4600C), 128 GB (SN4800); 1 × 100/1000-Management-Port, RJ45-Konsole, USB |
| Stromversorgung und Kühlung | 2 hot-swap-fähige Netzteile 1+1 (SN4800: 4 Netzteile 2+2), 100–264 V AC, 50–60 Hz; hot-swap-fähige Lüfter N+1: 6 (SN4700, SN4410, SN4800), 3 (SN4600, SN4600C); farbcodierte PSUs und Lüfter; Airflow P2C oder C2P je Bestellnummer; Ersatzteile MTEF-PSF/PSR-AC-F (Netzteil), MTEF-FANF/FANR-C bzw. -F (Lüfter), Rail-Kit MTEF-KIT-J, Teleskop-Rail-Kit MTEF-KIT-F |
| Design | SN4700 und SN4410 4,4 × 42,8 × 56,85 cm (1U); SN4600 und SN4600C 8,8 × 42,8 × 56,85 cm (2U); SN4800 17,6 × 44,4 × 75,4 cm (4U); Betrieb 0–40 °C, 5–85 % rF, bis 3.050 m; CB, CE, cTUVus, CU, FCC, ICES, RCM, VCCI, RoHS |
| Garantie und Support | 1 Jahr eingeschränkte Hardware-Garantie (Return-and-Repair, 14 Werktage); NVIDIA Enterprise Support mit Next-Business-Day oder 4-Stunden-Technikereinsatz optional; Installations-, Konfigurations- und Monitoring-Services vor Ort oder remote |
Einsatzbereiche
Die SN4000 ist die 400G-Generation für Rechenzentren mit 100G- und 200G-Servern: Der SN4700 bildet den Spine über SN3000- und SN4000-Leafs oder bindet DGX- und GPU-Server mit 400G-ConnectX-7-Adaptern an, der SN4410 nimmt 48 Server mit 100G-NICs auf und führt mit 8 × 400G zum Spine, und die 2U-Modelle SN4600 und SN4600C liefern 64 Ports für dichte Aggregation oder per Breakout 128 × 25/50G-Leafs für zwei Racks. Das modulare SN4800-Chassis mit bis zu 128 × 100G bündelt Super-Spine- und Border-Leaf-Rollen in großen virtualisierten Rechenzentren und Cloud-Umgebungen. Mit 1M IPv4-Routen, 128-Wege-ECMP und EVPN-VXLAN trägt die Serie Provider-Edges und Multi-Tenant-Fabrics, mit RoCE und GPUDirect KI-Trainingscluster und NVMe-over-Fabrics-Storage. Die QSFP-DD-Ports werden mit QSFP-DD-Transceivern für SR8, DR4, FR4 oder LR4 bestückt, die QSFP56-Ports mit QSFP56 für 200G, die QSFP28-Ports mit QSFP28; per Breakout auf 4 × 100G oder 8 × 50G verbinden DAC-Kabel Server und Leaf im Rack, zwischen Racks AOC-Kabel, 25G-Server SFP28. Für 800G und Spectrum-4 folgt die NVIDIA SN5000; die 200G-Vorgängergeneration ist die NVIDIA SN3000, die 100G-Generation die NVIDIA SN2000.
Häufige Fragen zu NVIDIA SN4000 Switches
Was bringt Spectrum-3 gegenüber Spectrum-2?
Spectrum-3 verdoppelt die ASIC-Kapazität auf 12,8 Tb/s und führt 400GbE über QSFP-DD mit acht 50G-PAM4-Lanes ein. Der geteilte Puffer wächst von 42 auf 64 MB, ECMP von 64 auf 128 Wege, und die Routing-Skalierung steigt auf bis zu 1M IPv4-Routen bei weiterhin 512K flexibel geteilten Einträgen, 500K TCAM-Regeln und 512K Flow-Countern. Neu ist die 2U-Klasse mit 64 Ports (SN4600, SN4600C) und das modulare SN4800-Chassis. Der SN4700 ist damit der 400G-Nachfolger des SN3700, der SN4600C mit 64 × 100G der 2U-Nachfolger des abgekündigten SN3800, und der SN4410 ersetzt 25G-Leafs wie den SN3420 in Umgebungen, die auf 100G-Server umstellen.
Wofür ist der SN4410 mit QSFP28-DD-Ports gedacht?
Der SN4410 ist der Übergangs-Leaf zwischen 100G-Servern und 400G-Spines: Seine 24 QSFP28-DD-Ports nehmen je zwei 100G-Verbindungen auf – mit QSFP28-DD-Breakout-Kabeln entstehen 48 × 100G für Server, mit klassischen QSFP28-Modulen 24 × 100G –, während die acht QSFP-DD-Ports mit 400G zum Spine führen; alternativ lassen sich diese auf 16 × 200G oder 32 × 100G aufteilen. Mit 8 Tb/s, 8,4 Bpps und 64 MB Puffer entspricht er in Latenz und Funktionsumfang dem SN4700. Onyx wird auf dem SN4410 nicht unterstützt; er wird mit Cumulus Linux oder ONIE geliefert.
Wie ist das modulare SN4800-Chassis aufgebaut?
Der SN4800 ist ein 4U-Chassis mit acht Linecard-Schächten und einem Schacht für die Management-Karte: Die Linecard MSN4800-C16 bietet 16 × QSFP28 100GbE, sodass der Vollausbau 128 × 100G oder per Breakout 128 × 50/25/10G erreicht; die Management-Karte MSN4800-MGMT-2C (Cumulus Linux) bzw. -2O (ONIE) trägt einen Hexa-Core-x86 mit 32 GB RAM und 128 GB SSD. Vier hot-swap-fähige Netzteile in 2+2-Redundanz und sechs N+1-Lüfter versorgen das System, das mit 12,8 Tb/s und 8,4 Bpps dieselbe Spectrum-3-Leistung wie der SN4700 liefert. Das Chassis ist für Umgebungen gedacht, die Portanzahl schrittweise ausbauen und Linecards im Betrieb tauschen wollen.
Alle NVIDIA SN4000 Switches bei Hexwaren sind originale NVIDIA-Produkte und werden mit ihrer NVIDIA-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte NVIDIA-Sortiment finden Sie auf unserer NVIDIA-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.