Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Fortinet FortiSwitch Rugged Switches

Fortinet FortiSwitch Rugged – lüfterlose Industrie-Switches für –40 bis 75 °C mit redundanter DC-Speisung, PoE und FortiLink

Die Fortinet FortiSwitch Rugged Serie (FSR) bringt die Sicherheits- und Managementfunktionen der FortiSwitch-Familie in Umgebungen, in denen normale Switches ausfallen: Fertigungshallen, Umspannwerke, Verkehrs- und Bahnanlagen, Außenschränke und Fahrzeuge. Die Geräte arbeiten lüfterlos mit passiver Kühlung und ohne bewegliche Teile bei –40 bis 75 °C, sind nach IP30 bzw. IP40 gegen Staub geschützt, werden über zwei redundante DC-Eingänge gespeist und erreichen laut Fortinet eine MTBF von über 25 Jahren. Die aktuelle F-Generation umfasst den DIN-Rail-Switch FSR-108F mit 6 × GE RJ45 und 2 × GE SFP, den FSR-112F-POE mit 8 × GE RJ45 und 802.3af/at-PoE auf allen Ports, den FSR-216F-POE mit 16 × PoE-Ports nach 802.3af/at/bt und den 19-Zoll-Rackmount-Switch FSR-424F-POE mit 24 Ports, davon 12 mit PoE, und 10G-SFP+-Uplinks; die Vorgänger FSR-112D-POE und FSR-124D bleiben in Bestandsnetzen verbreitet. Alle Modelle werden über FortiLink zur logischen Erweiterung einer FortiGate oder FortiGate Rugged mit zentraler VLAN-Konfiguration, NAC, Geräteerkennung und Quarantäne; standalone laufen sie unter FortiSwitchOS mit CLI, Web-GUI und REST-API oder über FortiEdge Cloud. Für OT-Netze bringt die Serie Precision Time Protocol IEEE 1588v2, HSR/PRP für verlustfreie Redundanz sowie IEEE-1613- und IEC-61850-3-Konformität für Schaltanlagen mit; alle Modelle tragen Fortinets Limited Lifetime Warranty.

Technische Merkmale

Hersteller Fortinet
Modelle (F-Generation) FSR-108F: 6 × GE RJ45, 2 × GE SFP, Management-Port, DIN-Rail oder Wandmontage, Digital-I/O-Alarmkontakt, signierte Firmware; FSR-112F-POE: 8 × GE RJ45 mit 802.3af/at-PoE, 1G-SFP-Uplinks, DIN-Rail; FSR-216F-POE: 16 × GE RJ45 mit 802.3af/at/bt-PoE, DIN-Rail; FSR-424F-POE: 24 × GE RJ45, davon 12 mit 802.3af/at-PoE, 10G-SFP+-Uplinks, 19-Zoll-Rackmount – Durchsatz-, Puffer- und Budgetwerte der F-Modelle laut aktuellem Fortinet-Datenblatt
Modelle (D-Generation) FSR-112D-POE: 8 × GE RJ45 mit 802.3af/at-PoE bis 30 W je Port, 4 × GE SFP, 24 Gbps / 46 Mpps, 8K MAC, 512 KB–1,5 MB Puffer, Latenz unter 2 µs, IP30, DIN-Rail oder Wand, 96 × 106 × 154 mm, 1,23 kg, 10,12 W ohne PoE; FSR-124D: 16 × GE RJ45, 4 × GE SFP, 8 Shared-Media-Ports (RJ45/SFP), 56 Gbps / 83 Mpps, 8K MAC, Latenz unter 1 µs, IP40, Rackmount 1U, 442 × 352 × 44 mm, 5,8 kg, 25,4 W
Stromversorgung Zwei redundante DC-Eingangsklemmen mit automatischem Failover; FSR-108F 12–57 V DC, max. 1,48 A je Eingang, Verpolungsschutz; FSR-112D-POE 44–57 V DC (PoE ab 44 V, PoE+ ab 50 V) bzw. 12–57 V ohne PoE; FSR-124D 44–57 V DC; keine Netzteile, Speisung aus der Anlagenversorgung
Umgebung Betriebstemperatur –40 bis 75 °C (108F: 65 °C im geschlossenen, 70 °C im belüfteten, 75 °C im zwangsbelüfteten Schrank; 124D bis 85 °C), Kaltstart bei –40 °C; Lagerung –40 bis 85 °C; 5–95 % rF nicht kondensierend; Betriebshöhe bis 2.000–3.000 m; lüfterlos, passive Kühlung, keine beweglichen Teile; MTBF über 25 Jahre (D-Modelle über 30 Jahre)
Industrie-Normen IP30 (DIN-Rail-Modelle) bzw. IP40 (Rackmount); IEEE 1613 und IEC 61850-3 für Schaltanlagen und Umspannwerke; EN 50155 und EN 50121-1/-3-2/-4 (Bahn) sowie UL Class I Division 2 und ATEX für explosionsgefährdete Bereiche beim 112D-POE; EMV nach IEC 61000-4-2 bis -4-6, EN 55022 Class B; HSR/PRP für verlustfreie Redundanz und PTP IEEE 1588v2 laut Fortinet-Produktseite (F-Modelle)
FortiLink-Modus Auto-Discovery, FortiLink-Stacking mit automatischen Inter-Switch-Links, zentrale VLAN-Konfiguration, Firmware-Bereitstellung, PoE-Steuerung, LACP zur FortiGate, FortiGate-HA; 8 bis 300 verwaltete Switches je FortiGate-Modell; L3-Routing, Policy-Based Routing und VDOMs über die FortiGate; 802.1X mit MAB, DHCP-Snooping, Geräteerkennung, MAC-Black-/Whitelisting, NAC und Quarantäne; Kombination mit FortiGate Rugged
Layer 2 (Standalone) 802.1Q VLAN, MAC-/IP-/Ethertype-VLANs, Private VLAN und Virtual Wire (124D); STP, RSTP, MSTP mit Root Guard und Edge Port; LACP mit Load Balancing; Jumbo Frames, Storm Control, Flow Control; IGMP Snooping; TDR-Kabeldiagnose (124D)
Sicherheit und Management 802.1X port- und MAC-basiert mit MAB, Gast-/Fallback-VLAN und dynamischer VLAN-Zuweisung; RADIUS-Admin-Authentifizierung; DHCP-Snooping, Dynamic ARP Inspection, Sticky MAC und MAC-Limit, ACLs (124D); Port Mirroring, sFlow, LLDP/LLDP-MED; FortiSwitchOS mit CLI, Web-GUI, HTTP-REST-API, SNMP v1/v2c/v3, SNTP, Telnet/SSH, HTTP/HTTPS; FortiEdge Cloud; signierte Firmware mit BIOS-Sicherheitsstufe und Alarm-LEDs (108F)
Design DIN-Rail-Modelle kompakt mit Wandmontage-Option (108F 113 × 55 × 145 mm mit vorinstalliertem DIN-Rail-Bügel, Wandhalter, Konsolenkabel, DC- und I/O-Stecker im Lieferumfang); FSR-424F-POE und FSR-124D 19-Zoll-Rackmount 1U; FCC Class A, CE, VCCI, BSMI, RCM, CB, RoHS; Limited Lifetime Warranty

Einsatzbereiche

Die FortiSwitch Rugged ist der Access-Switch für OT- und Industrienetze, die mit einer FortiGate oder FortiGate Rugged abgesichert werden: In Fertigungszellen, Umspannwerken, Wasserwerken, Tunneln, Bahnhöfen und Verkehrsleitanlagen binden die DIN-Rail-Modelle SPS, HMI, Sensoren, IP-Kameras und Access Points im Schaltschrank an – gespeist aus der vorhandenen 24- oder 48-V-Anlagenversorgung mit redundanten Eingängen, bei Temperaturen von –40 bis 75 °C und ohne Lüfter, der Staub ansaugen oder ausfallen könnte. PoE versorgt Kameras und Access Points im Außenbereich ohne Elektriker, IEEE 1613 und IEC 61850-3 qualifizieren die Serie für Schaltanlagen, HSR/PRP und PTP für Automatisierungsnetze mit Redundanz- und Zeitanforderungen. Der FSR-424F-POE bringt dieselbe Robustheit in 19-Zoll-Schränke in Werkshallen und Technikräumen ohne Klimatisierung. Über FortiLink erhalten OT-Geräte dieselbe NAC-Profilierung, Segmentierung und Quarantäne wie das Büronetz. Die SFP-Ports werden mit SFP-Transceivern für 1000BASE-SX, LX oder ZX bestückt – Fortinet bietet dafür industrietaugliche Module mit –40 bis 85 °C Betriebstemperatur an –, die SFP+-Uplinks des FSR-424F-POE mit SFP+; innerhalb des Schranks verbinden DAC-Kabel Switch und FortiGate Rugged. Für Büro- und Filialnetze am selben Standort dienen die Fortinet FortiSwitch 100 und FortiSwitch 200, für Verteilerräume mit 10G-Uplinks die FortiSwitch 400.

Häufige Fragen zu Fortinet FortiSwitch Rugged Switches

Wie werden die Rugged-Switches mit Strom versorgt?

FortiSwitch Rugged haben keine Netzteile, sondern zwei redundante DC-Eingangsklemmen: Der FSR-108F akzeptiert 12–57 V DC an beiden Eingängen mit maximal 1,48 A je Eingang; fällt die primäre Quelle aus, übernimmt die sekundäre unterbrechungsfrei. Die PoE-Modelle benötigen für PoE-Ausgabe eine höhere Eingangsspannung – beim FSR-112D-POE liefert 44–49 V 802.3af auf allen Ports, 50–57 V 802.3at; ohne PoE reichen 12 V. Die Klemmen sind nicht hot-plug-fähig, der Kabelquerschnitt liegt bei 16–18 AWG, und ein Erdungsanschluss auf der Rückseite ist vorzusehen. Damit lassen sich die Switches direkt aus der 24- oder 48-V-Schaltschrankversorgung speisen.

Was unterscheidet die F-Generation von den D-Modellen?

Die D-Modelle FSR-112D-POE (8 × PoE+, 4 × SFP) und FSR-124D (16 × RJ45, 4 × SFP, 8 Shared-Media-Ports) sind reine Layer-2-Switches mit 8K MAC-Adressen und eingeschränktem Funktionsumfang im Standalone-Betrieb; FortiLink ist bei ihnen software- und portabhängig. Die F-Generation – FSR-108F, FSR-112F-POE, FSR-216F-POE und FSR-424F-POE – läuft auf aktuellem FortiSwitchOS mit dem vollen Feature-Set der 100er- und 200er-Serie, bringt 802.3bt-PoE beim 216F-POE, 10G-Uplinks beim 424F-POE, signierte Firmware, Digital-I/O-Alarmkontakte sowie PTP, HSR/PRP und IEC-61850-3-Konformität für OT-Netze. Für Neuinstallationen sind die F-Modelle die Wahl; die D-Modelle bleiben für Erweiterungen bestehender Anlagen relevant.

Welche Rolle spielt FortiGate Rugged?

FortiGate Rugged sind Fortinets industrietaugliche Firewalls mit demselben Temperaturbereich und DIN-Rail-Bauform wie die Rugged-Switches. Zusammen bilden sie ein abgesichertes OT-Netz: Die FortiGate Rugged übernimmt per FortiLink die Verwaltung der Switches, erkennt SPS, HMI und Sensoren automatisch, segmentiert sie nach Zone und Funktion, wendet OT-Protokollsignaturen und IPS an und isoliert kompromittierte Geräte am Switch-Port. Bis zu 300 Switches lassen sich je FortiGate-Modell verwalten; der FortiLink-Uplink läuft als LACP-Bündel und mit FortiGate-HA redundant. Ohne FortiGate arbeiten die Switches standalone oder über FortiEdge Cloud, dann ohne NAC-Integration.

Alle Fortinet FortiSwitch Rugged Switches bei Hexwaren sind originale Fortinet-Produkte und werden mit ihrer Fortinet-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Fortinet-Sortiment finden Sie auf unserer Fortinet-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.