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Arista 7260X3 Switches

Arista 7260X3 – 64 × 100G QSFP100 in 2U mit 450 ns Latenz für Leaf, Spine und Storage

Die Arista 7260X3 Serie ist Aristas dichteste Fixed-Configuration-Plattform für 100 Gigabit Ethernet: 64 × QSFP100 plus 2 × SFP+ in 2U auf einem einzigen Switch-Chip, 12,8 Tbps Durchsatz bei 4,2 Milliarden Paketen pro Sekunde und Cut-Through-Latenz ab 450 ns. Jeder QSFP100-Port läuft mit 100G, 40G, 4 × 10G, 4 × 25G oder 2 × 50G, sodass bis zu 128 Server- oder Leaf-Ports aus einem System entstehen. Der 42 MB große Paketpuffer – doppelt so groß wie bei der 7060X-Reihe – ist in vier Slices zu je 10,5 MB organisiert und wird per Dynamic Buffer Allocation nach Traffic-Klasse und Queue-Tiefe verteilt. Zwei Modelle stehen zur Wahl: der 7260CX3-64 mit 750-W-Netzteilen und der 7260CX3-64E mit 1.900-W-Netzteilen und Hochgeschwindigkeitslüftern, der Optiken bis 4,5 W auf allen 64 Ports zulässt. Unified Forwarding Table, EVPN-VXLAN, Cluster Load Balancing und Smart System Upgrade laufen unter demselben Arista EOS wie alle anderen 7000er-Systeme.

Technische Merkmale

Hersteller Arista Networks
Modelle 7260CX3-64, 7260CX3-64E (Enhanced: 1.900-W-Netzteile, High-Speed-Lüfter, 4,5-W-Optik auf allen Ports); Bestellnummern DCS-7260CX3-64(E)-F (Front-to-Rear, 2 × AC), -R (Rear-to-Front) und # (ohne Lüfter und Netzteile)
Ports 64 × QSFP100 + 2 × SFP+; je QSFP100-Port 100G, 40G, 4 × 10G, 4 × 25G oder 2 × 50G mit hitless Moduswechsel – bis 64 × 100G/40G, 128 × 50G/25G oder 130 × 10G; SFP+-Ports auch für 100 Mb und 1G
Optik-Leistungsbudget 7260CX3-64: Ports 13, 15, 17, 19 und 46, 48, 50, 52 bis 5 W, alle übrigen bis 3,5 W; 7260CX3-64E: dieselben acht Ports bis 5 W, alle übrigen bis 4,5 W
Performance 6,4 Tbps (12,8 Tbps Full Duplex), 4,2 Bpps, Wire-Speed L2 und L3; Latenz 450 ns Cut-Through; typisch unter 6 W je 100G-Port
Paketpuffer und Tabellen 42 MB geteilter Puffer, 10,5 MB je Port-Slice, Dynamic Buffer Allocation; Unified Forwarding Table mit fünf Profilen: bis 264K MAC (Modus 0), 200K IPv4-Host-Routen (Modus 3) oder 345K IPv4- und 168K IPv6-LPM-Routen (ALPM), Standard Modus 2 mit 136K MAC und 136K Host-Routen; 1K/1K ACLs, 128-Way ECMP mit 2K Gruppen, 264K IGMP-Gruppen
Layer 2 RSTP, MSTP, RPVST+ (510 Instanzen), 4.096 VLANs, Q-in-Q, LACP mit 64 Ports je Channel und 64 Gruppen, MLAG mit 64 Ports je Verbund, Resilient LAG Hashing, Jumbo Frames 9.216 Byte, IGMP v1/v2/v3 Snooping, Storm Control
Layer 3 OSPF, OSPFv3, BGP, MP-BGP, IS-IS, RIPv2, 128-Way ECMP und UCMP, Resilient ECMP, VRF, BFD, PIM-SM/SSM/BiDir, Anycast RP, VRRP, VARP, PBR, uRPF – dynamisches Routing über Enhanced-Lizenz; Dynamic Load Balancing laut Datenblatt noch nicht in EOS freigegeben
Virtualisierung und Telemetrie VXLAN Routing und Bridging, Wire-Speed-VXLAN-Gateway, EVPN über FLX-Lite-Lizenz, VM Tracer mit vSphere-Integration; LANZ, Streaming Events (GPB), DANZ Advanced Mirroring, Port Mirroring mit 4 Sessions, sFlow, Cluster Load Balancing (RDMA-Queue-Pair-basiert), IEEE 1588 PTP (Transparent und Boundary Clock)
Sicherheit und QoS IPv4/IPv6-ACLs ingress und egress, MAC-ACLs mit Drop-Logging, CPP, Service-ACLs, DHCP Relay/Snooping, MAC Security, TACACS+, RADIUS; 8 Queues je Port, ECN, PFC, DCBX, ETS, WRR, ACL-basiertes Marking und Policing, Shaping
Management Arista EOS (Single Binary Image), CloudVision mit Arista Validated Designs, ZTP, Smart System Upgrade und Accelerated Software Update, eAPI, OpenFlow, DirectFlow, SNMP v1/v2/v3, 10/100/1000-Management-Port, RJ45-Konsole, USB; Bash, Python, C++, Anwendungen in VM (KVM/QEMU)
Hardware Dual-Core x86, 8 GB DRAM, 30 GB Flash; 2 hot-swap-Netzteile 1+1 redundant – 7260CX3-64: PWR-745AC 750 W (100–240 V, 93 % Platinum) oder PWR-1900-DC; 7260CX3-64E: PWR-1900AC 1.900 W (200–240 V, IEC C20) oder PWR-1900-DC (40–72 V, 95 %); 4 hot-swap-Lüfter N+1 FAN-7002 (64) bzw. FAN-7002H High-Speed (64E); Airflow umkehrbar
Leistungsaufnahme Typisch 314 W (25 °C, 50 % Last, DACs); maximal 616 W (7260CX3-64) bzw. 927 W (7260CX3-64E) bei 40 °C, Volllast und Hochleistungsoptik
Design 2U, 48,3 × 8,8 × 45,7 cm, 15,6 kg; Betriebstemperatur 0–40 °C; werkzeuglose Rails, 2-Post- und 4-Post-Montage; EOS-Lizenzgruppe 3; Minimum EOS 4.20.1F (64) bzw. 4.23.0 (64E)

Einsatzbereiche

Die 7260X3 ist der Spine für zweistufige 100G-Fabrics und der Middle-of-Row- oder End-of-Row-Leaf für 25G- und 50G-Server: Arista skaliert das Design laut Datenblatt auf über 55.000 25/50G-Server in einem verlustarmen Two-Tier-Netz. Als Collapsed Spine bündelt ein 7260CX3-64 im 4 × 25G-Breakout 128 Serverports oder verbindet 64 Leaf-Switches mit 100G; in Storage-Netzen mit NVMe-over-Fabrics und in Handelsumgebungen zählen die 450 ns Latenz und der 42-MB-Puffer für Fan-in-Bursts. Die QSFP100-Ports werden mit QSFP28-Transceivern wie 100GBASE-SR4, LR4, CWDM4 oder DR bestückt, für 40G-Bestandssysteme mit QSFP+-Optik; die Server-Breakouts erfolgen über DAC-Kabel mit 4 × 25GBASE-CR bis 3 m oder 4 × 10GBASE-CR bis 5 m, zwischen Racks über AOC-Kabel bis 30 m; die SFP+-Ports nehmen SFP+- oder SFP-Module für Management- und Monitoring-Netze auf. Wer die 64E-Variante wählt, kann 40-km-Optiken wie 100GBASE-ERL4 auf jedem Port betreiben. Für 100G-Spines mit ähnlicher Dichte, aber VOQ-Deep-Buffer und Internet-Routing-Tabellen steht die Arista 7280R3 bereit; als 25G-Leaf mit 100G-Uplinks die 7050X3, für den Schritt auf 400G die 7060X4 und für modulare 100G-Spines die 7300X3.

Häufige Fragen zu Arista 7260X3 Switches

Worin unterscheiden sich 7260CX3-64 und 7260CX3-64E?

Beide teilen Ports, Durchsatz, Puffer, Tabellen und Chassis; der Unterschied liegt in Strom- und Kühlbudget für Optiken. Der 7260CX3-64 nutzt 750-W-Netzteile und Standardlüfter, sodass nur acht ausgewiesene Ports (13, 15, 17, 19, 46, 48, 50, 52) Module bis 5 W tragen, alle übrigen bis 3,5 W. Der 7260CX3-64E kommt mit 1.900-W-Netzteilen und High-Speed-Lüftern FAN-7002H und erlaubt 4,5 W auf allen 64 Ports – nötig für Langstrecken- und CWDM-Optiken auf voller Breite. Die maximale Leistungsaufnahme steigt dadurch von 616 W auf 927 W; der 64E benötigt EOS 4.23.0 statt 4.20.1F.

Wie werden die Forwarding-Tabellen an das Deployment angepasst?

Über die Unified Forwarding Table mit fünf Profilen, die per EOS-Konfiguration gewechselt werden: Modus 0 maximiert MAC-Einträge (264K) für große Layer-2-Domänen und VXLAN-Gateways, Modus 3 hebt IPv4-Host-Routen auf 200K für Host-basiertes Routing, und der ALPM-Modus stellt 345K IPv4- und 168K IPv6-LPM-Routen für Edge- und Peering-Rollen bereit. Der Standard ist Modus 2 mit 136K MAC und 136K Host-Routen – ein ausgewogenes Profil für Leaf-Spine-Fabrics mit EVPN.

Welche Lizenzen sind für Routing, VXLAN und Automatisierung nötig?

Die 7260X3 gehört zur Lizenzgruppe 3: LIC-FIX-3-E schaltet BGP, OSPF, IS-IS, PIM und NAT frei, LIC-FIX-3-V VXLAN und VM Tracer, LIC-FIX-3-Z ZTP, LANZ, TapAgg, API, Timestamping und OpenFlow, LIC-FIX-3-FLX-L Full Routing bis 256K Routen, EVPN, VXLAN, Segment Routing und Basis-MPLS-LSR. LIC-FIX-3-V2 ergänzt EOS-Extensions, Sicherheits- und Partnerintegration. CloudVision wird als monatliches Abonnement je Switch lizenziert.

Alle Arista 7260X3 Switches bei Hexwaren sind originale Arista-Produkte und werden mit ihrer Arista-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Arista-Sortiment finden Sie auf unserer Arista-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.