Arista 7358X4 Switches
Arista 7358X4 – modulares 4U-System mit 128 × 100G oder 32 × 400G auf einem 12,8-Tbps-Prozessor
Die Arista 7358X4 Serie ist ein modulares Rechenzentrums-System, das die Flexibilität eines Chassis mit der Einfachheit eines Single-Chip-Switches verbindet: Eine tauschbare Switch-Karte DCS-7358X4-SC mit einem 12,8-Tbps-Paketprozessor versorgt acht I/O-Modulslots mit je 3,2 Tbps ohne Oversubscription. Vier Interface-Module lassen sich frei mischen – 16 × QSFP100 (DCS-7358-16C), 16 × SFP28 (DCS-7368-16S), 4 × 400G QSFP-DD (DCS-7368-4D) und 4 × 400G OSFP (DCS-7368-4P) –, sodass ein 4U-Chassis bis zu 128 × 100G, 128 × 25G oder 32 × 400G bereitstellt. Der Durchsatz beträgt 12,8 Tbps bei 5,3 Milliarden Paketen pro Sekunde, die Cut-Through-Latenz 900 ns, und ein 132 MB großer geteilter Puffer mit Dynamic Buffer Allocation fängt Bursts ab. Supervisor, Switch-Karte, Module, vier N+N-Netzteile und fünf N+1-Lüfter sind im Feld tauschbar; Switch-Karte, Netzteile und Lüfter werden von hinten gezogen, ohne die Verkabelung zu berühren. Das Chassis und die meisten Module sind mit der 7368X4 identisch.
Technische Merkmale
| Hersteller | Arista Networks |
| Modelle | Chassis DCS-7368-CH (1 Supervisor-Slot, 8 Modulslots); Bundles DCS-7358X-BND-F/-R (Chassis, 2 × AC-PSU, Supervisor, Switch-Karte, Lüfter), DCS-7358X-BND-D-F/-R (mit Supervisor-SSD), DCS-7358X-128-BND(-D)-F/-R (zusätzlich 8 × 16C-Module = 128 × 100G); Switch-Karte DCS-7358X4-SC-F/-R; Supervisor DCS-7368-SUP und DCS-7368-SUP-D |
| Interface-Module | DCS-7358-16C: 16 × QSFP100 für 100G/40G, bis 8 × 200G auf alternierenden Ports, Breakout auf 25G/10G; DCS-7368-16S: 16 × SFP28 für 25G/10G; DCS-7368-4D: 4 × QSFP-DD 400G; DCS-7368-4P: 4 × OSFP 400G – 400G-Module auch mit 200G, 100G und vorhandener QSFP100-Optik; 3,2 Tbps je Slot |
| Kapazität | Bis 32 × 400G, 64 × 200G, 128 × 100G oder 128 × 25G/10G; 12,8 Tbps / 5,3 Bpps; Wire-Speed L2 und L3; Latenz 900 ns Cut-Through; typisch unter 10 W je 100G-Port |
| Switch-Karte | DCS-7358X4-SC mit 12,8-Tbps-Paketprozessor und 132 MB Puffer (Dynamic Buffer Allocation), inklusive Lüfter, Front-to-Rear oder Rear-to-Front; 12,73 kg; typisch 215 W / maximal 385 W; ab EOS 4.28.1 |
| Supervisor | DCS-7368-SUP: Multi-Core x86, 32 GB RAM, 30 GB SSD (SUP-D: 256 GB), 10/100/1000-Management-Port, 1G-SFP-Management-Port, RJ45-Konsole, USB; 30 W / 48 W; ab EOS 4.22.0 |
| Tabellen | Flexible Forwarding-Tabellen: 128K MAC-Adressen, 320K IPv4- und 80K IPv6-Host-Routen, 160K IPv4-Multicast (S,G), 800K IPv4- und 500K IPv6-LPM-Routen im ALPM-Modus; 11K ACLs, 2K Egress-ACLs, 128-Way ECMP mit 4K Gruppen, 128K IGMP-Gruppen; LACP mit 64 Ports je Channel und 128 Gruppen, MLAG mit 64 Ports |
| Layer 2 und 3 | RSTP, MSTP, RPVST+ (254 Instanzen), Q-in-Q, MLAG, Custom und Resilient LAG Hashing, Jumbo Frames 9.216 Byte, IGMP Snooping, Storm Control; OSPF, OSPFv3, BGP, MP-BGP, IS-IS, RIPv2, 128-Way ECMP und UCMP, Resilient ECMP, Enhanced ECMP Hashing, VRF, BFD, PIM-SM/SSM, Anycast RP, VRRP, VARP; PBR und uRPF laut Datenblatt noch nicht in EOS freigegeben |
| Virtualisierung und Telemetrie | EVPN/VXLAN Routing und Bridging, Wire-Speed-VXLAN-Gateway, VM Tracer; Streaming Events (GPB), DANZ mit 8 aktiven Mirror-Sessions, sFlow, Flow-Aware-Detector, Advanced Multipathing; LANZ, PTP, INT/GREEN-T und AI Analyzer noch nicht in EOS freigegeben |
| Sicherheit und QoS | IPv4/IPv6-ACLs ingress und egress, MAC-ACLs mit Drop-Logging, CPP, Service-ACLs, DHCP Relay/Snooping, TACACS+, RADIUS; 8 Unicast- und 2 Multicast-Queues je Port, ECN, PFC, DCBX, WRR, ACL-basiertes Marking und Policing, Traffic Shaping |
| Management | 64-Bit Arista EOS (Single Binary Image), CloudVision, ZTP, eAPI, DirectFlow, OpenConfig, SNMP v1/v2/v3; Bash, Python, C++, GO, Anwendungen in VM (KVM/QEMU); Hot-Swap aller Komponenten inklusive Switch-Karte |
| Stromversorgung | Bis 4 hot-swap-Netzteile N+N-redundant (Grid- und Netzteilredundanz): PWR-1900AC-F/R (200–240 V, IEC C20, 93 % Platinum) oder PWR-1900-DC-F/R (40–72 V, 95 %); 5 hot-swap-Lüfter N+1 FAN-7002H-F/R; Airflow umkehrbar in 25G/100G-Konfiguration, 400G-Module nur Front-to-Rear |
| Leistungsaufnahme | System typisch 821 W / maximal 1.547 W (Supervisor, Switch-Karte, 8 × 16C, 5 Lüfter, 2 Netzteile, ohne Optik); Module typisch/maximal: 16S 36 W / 88 W, 16C 83 W / 140 W, 4D und 4P 72 W / 140 W (Maximum mit 20-W-Optiken) |
| Design | 4U, 17,9 × 44,2 × 55,9 cm; 13,6 kg leer, 38,6 kg voll bestückt; Betriebstemperatur 0–40 °C; werkzeuglose 4-Post-Montage; EOS-Lizenzgruppe 3; Minimum EOS 4.22.0 (System), Module ab 4.24.1 (4D/4P), 4.25.1 (16S) bzw. 4.28.0 (16C) |
Einsatzbereiche
Die 7358X4 ist der Spine oder High-Radix-Leaf für Unternehmen, die Netzebenen abbauen wollen: 128 × 100G in 4U ersetzen vier 1U-Switches und deren Verkabelung, ein einziger Paketprozessor hält Latenz und Puffer konsistent, und die Modulslots erlauben, 25G-Server, 100G-Leafs und 400G-Uplinks im selben Chassis zu mischen und später zu tauschen. Die QSFP100-Module werden mit QSFP28-Transceivern oder QSFP+-Optik für 40G bestückt, die SFP28-Module mit SFP28- oder SFP+-Modulen und die 400G-Module mit QSFP-DD- bzw. OSFP-Transceivern bis 400GBASE-ZR über 120 km; für 200G-Gegenstellen dienen QSFP56-Module. Innerhalb der Rackreihe übernehmen DAC-Kabel mit Breakouts bis 3 m und AOC-Kabel bis 30 m die Anbindung. Die Architektur entspricht der Arista 7050X4, mit der die 7358X4 Leaf-Spine-Designs von kleinen Clustern bis zu mehrstufigen Fabrics bildet; wer 400G-Dichte mit 64 MB Puffer und geringerer Latenz braucht, wählt die 7368X4, die dasselbe Chassis, denselben Supervisor und dieselben 16S-, 4D- und 4P-Module nutzt. Für 800G-Modulsysteme steht die 7388X5 bereit, für klassische Chassis mit redundanten Supervisoren die 7300X3.
Häufige Fragen zu Arista 7358X4 Switches
Worin unterscheiden sich 7358X4 und 7368X4, wenn sie dasselbe Chassis nutzen?
Beide teilen das Chassis DCS-7368-CH, den Supervisor DCS-7368-SUP, die Netzteile, Lüfter und die Module 16S, 4D und 4P. Der Unterschied liegt in der Switch-Karte: Die 7358X4-SC nutzt einen Paketprozessor der 7050X4-Klasse mit 132 MB Puffer, 900 ns Latenz und größeren Tabellen (128K MAC, 800K IPv4-Routen, 11K ACLs) – ausgelegt auf Enterprise-Funktionen wie EVPN-VXLAN mit vielen Hosts. Die 7368X4 setzt auf den 7060X4-Prozessor mit 700 ns und 64 MB Puffer für Hyperscale-Spines. Das 16 × 100G-Modul ist prozessorspezifisch: DCS-7358-16C für die 7358X4, DCS-7368-16C für die 7368X4.
Wie wird das System bestellt und erweitert?
Die Basis ist ein Bundle aus Chassis, zwei AC-Netzteilen, Supervisor (mit oder ohne 256-GB-SSD), Switch-Karte und Lüftern in Front-to-Rear- oder Rear-to-Front-Ausführung; das 128-BND-Bundle enthält zusätzlich acht 16C-Module für 128 × 100G. Module werden nach Bedarf ergänzt oder gemischt, leere Slots erhalten Blindabdeckungen. Ein drittes und viertes Netzteil (PWR-1900AC oder -DC) erhöht die Grid-Redundanz und deckt Konfigurationen mit vielen Hochleistungsoptiken ab. Rear-to-Front-Airflow ist nur in reinen 25G/100G-Konfigurationen möglich; sobald 400G-Module eingesetzt werden, gilt Front-to-Rear.
Welche Lizenzen gelten für die 7358X4?
Die 7358X4 wird wie ein Fixed-System der Lizenzgruppe 3 lizenziert: LIC-FIX-3-E für BGP, OSPF, IS-IS, PIM und NAT, LIC-FIX-3-V für VXLAN und VM Tracer, LIC-FIX-3-Z für ZTP, LANZ, TapAgg und OpenFlow, LIC-FIX-3-V2 für EOS-Extensions und Partnerintegration, LIC-FIX-3-FLX-L für Full Routing bis 256K Routen mit EVPN, VXLAN, Segment Routing und Basis-MPLS-LSR sowie LIC-FIX-3-FLX für bis zu 2M Routen, über 24K ACLs und Advanced MPLS mit TE und Protection. Die Lizenz gilt für das gesamte System unabhängig von der Modulbestückung; CloudVision ist ein monatliches Abonnement.
Alle Arista 7358X4 Switches bei Hexwaren sind originale Arista-Produkte und werden mit ihrer Arista-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Arista-Sortiment finden Sie auf unserer Arista-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.