NVIDIA SN3000 Switches
NVIDIA Spectrum SN3000 – 200GbE-Open-Ethernet-Switches mit Spectrum-2-ASIC, 42-MB-Puffer, 512K Forwarding-Einträgen und Cumulus Linux, SONiC oder ONIE
Die NVIDIA Spectrum SN3000 Serie basiert auf dem Spectrum-2-ASIC und deckt Leaf, Spine und Super-Spine mit 1 bis 200GbE ab: Der SN3700 mit 32 × QSFP56 200GbE und 6,4 Tb/s als Spine oder 200G-Leaf, der SN3700C mit 32 × QSFP28 100GbE als Spine oder – per Breakout auf bis zu 128 × 10/25GbE – als hochdichter Leaf, der SN3750-SX als 200GbE-Modell für KI- und Storage-Fabrics sowie der SN3420 mit 48 × SFP28 25GbE und 12 × QSFP28 100GbE als Top-of-Rack mit 4 : 1 Oversubscription. Spectrum-2 bringt einen vollständig geteilten 42-MB-Paketpuffer, 425 ns Cut-Through-Latenz, 512K dynamisch zwischen MAC, ARP, IPv4/IPv6-Routen, ACLs, ECMP und Tunneln geteilte Forwarding-Einträge, einen algorithmischen TCAM für bis zu 500K Regeln, 512K On-Chip-Flow-Counter, Cloud-NAT mit über 100K Sessions und Single-Pass-VXLAN-Routing mit laut NVIDIA zehnfacher Tunnel-Skalierung. What Just Happened (WJH), Queue-Histogramme und INT-fähige Hardware liefern die Ursache von Paketverlusten, RoCE-Transport versorgt NVMe-over-Fabrics und GPUDirect. Der SN3700C-S ergänzt Secure Boot mit Hardware Root of Trust. Alle Modelle haben 1+1-redundante Netzteile, N+1-Lüfter, wählbaren Airflow und werden mit NVIDIA Cumulus Linux, NVIDIA Onyx oder als ONIE-Bare-Metal für SONiC geliefert.
Technische Merkmale
| Hersteller | NVIDIA (ehemals Mellanox) |
| Modelle | SN3700: 32 × QSFP56 200GbE, 1U Standardtiefe, Quad-Core x86; SN3700C: 32 × QSFP28 100GbE, 1U Standardtiefe, Dual-Core x86, auch als SN3700C-S mit Secure Boot; SN3750-SX: 32 × QSFP56 200GbE, 1U; SN3420: 48 × SFP28 25GbE + 12 × QSFP28 100GbE, 1U kurze Bautiefe, Dual-Core x86; SN3800 (64 × QSFP28 100GbE, 2U) abgekündigt |
| Ports und Breakout | SN3700 und SN3750-SX: bis 32 × 200G, 64 × 100G, 128 × 50G, 32 × 40G, 128 × 25/10/1G; SN3700C: bis 32 × 100G, 64 × 50G, 32 × 40G, 128 × 25/10/1G; SN3420: bis 12 × 100G, 24 × 50G, 12 × 40G, 48 + 48 × 25/10/1G; QSFP56 mit 4 × 50G PAM4, QSFP28 mit 4 × 25G NRZ; QSA28-Adapter für SFP28 in QSFP28-Ports |
| Performance | Switching-Kapazität 6,4 Tb/s / 8,33 Bpps (SN3700, SN3750-SX), 3,2 Tb/s / 4,76 Bpps (SN3700C), 2,4 Tb/s / 3,58 Bpps (SN3420); Cut-Through-Latenz 425 ns (SN3700, SN3700C, SN3420); 42 MB vollständig geteilter On-Chip-Paketpuffer; Line-Rate auf allen Ports |
| Tabellen und Forwarding | 512K Forwarding-Einträge, dynamisch geteilt zwischen MAC, ARP/ND, IPv4/IPv6-LPM- und Host-Routen, ACLs, ECMP und Tunneln; algorithmischer TCAM bis 500K Regeln; 512K On-Chip-Flow-Counter; 64-Wege-ECMP; bis 128 × 10/25/50G, 64 × 100G oder 32 × 200G je LAG; Multi-Chassis-LAG (MLAG) aktiv/aktiv |
| Netzwerkvirtualisierung | Single-Pass-VXLAN-Routing und -Bridging mit laut NVIDIA zehnfacher Tunnel- und VTEP-Skalierung, EVPN über Cumulus Linux oder SONiC, IPv6-Segment-Routing, Cloud-NAT mit über 100K Sessions; programmierbare Pipeline mit Parsing, Verarbeitung und Editierung bis 512 Byte Tiefe; RoCE mit hardwarebeschleunigtem Congestion-Management, PFC/ECN für NVMe-oF und GPUDirect |
| Telemetrie | What Just Happened (WJH): ASIC-Ereignisse mit Zeit, Paket, Port und Ursache; hardwarebeschleunigte Histogramme der Queue-Tiefe im Sub-Mikrosekundenbereich; Inband Network Telemetry (INT)-fähig; Streaming-Telemetrie über offene APIs; NVIDIA NetQ für Validierung, Trace, Look-back und Lifecycle-Management |
| Sicherheit | SN3700C-S (Bestellnummern -CS2FSC / -CS2FSO): Secure Boot mit Hardware Root of Trust, kryptografische Prüfung von BIOS, ONIE und NOS-Image beim Start, im Betrieb und nach Updates – nur NVIDIA-signierte Images booten |
| Betriebssystem | Werkseitig mit NVIDIA Cumulus Linux (Suffix C), NVIDIA Onyx (kein Suffix) oder ONIE-Bare-Metal (Suffix O); unterstützt Community-SONiC mit ISSU ohne Ausfallzeit, DENT und Linux Switch (switchdev) mit FRR, Bird, XORP; Docker-Container mit SDK-Zugriff direkt auf dem Switch; Bestellnummern MSN3700-VS2x (200G), MSN3700-CS2x (100G), MSN3420-CB2x mit F (P2C) oder R (C2P) für die Airflow-Richtung |
| Hardware | Quad-Core x86 (SN3700) bzw. Dual-Core x86 (SN3700C, SN3420); 8 GB RAM; 32 GB SSD; 1 × 100/1000-Management-Port, RJ45-Konsole, USB |
| Stromversorgung und Kühlung | 2 hot-swap-fähige Netzteile 1+1, 100–264 V AC, 50–60 Hz, 2,9–4,5 A (SN3700C auch DC); hot-swap-fähige Lüfter N+1: 6 (SN3700), 4 (SN3700C), 5 (SN3420); farbcodierte PSUs und Lüfter; Airflow P2C (Ports-zu-Netzteil) oder C2P je Bestellnummer |
| Design | SN3700 und SN3700C 4,4 × 42,8 × 55,9 cm, 11,1 kg; SN3420 4,4 × 42,8 × 43,2 cm, 8,5 kg; Betrieb 0–40 °C, 5–85 % rF, bis 3.050 m; CB, CE, cTUVus, CU, FCC, ICES, RCM, VCCI, RoHS |
| Garantie und Support | 1 Jahr eingeschränkte Hardware-Garantie (Return-and-Repair, 14 Werktage); mindestens ein Jahr NVIDIA Enterprise Business Standard Support beim Kauf erforderlich; Next-Business-Day oder 4-Stunden-Technikereinsatz optional |
Einsatzbereiche
Die SN3000 ist die Spine- und Leaf-Generation für Rechenzentren, die von 100G auf 200G skalieren: Der SN3700 bildet den Spine über 100G-Leafs der SN2000- und SN3000-Serie oder bindet Storage- und GPU-Knoten mit 200G-ConnectX-Adaptern an, der SN3700C dient als 100G-Spine oder per Breakout als 128-Port-Leaf für 25G-Server in zwei Racks, und der SN3420 nimmt 48 Server mit 25G-NICs auf und führt mit 12 × 100G zum Spine – die Wahl für den Übergang der Host-Anbindung von 10G auf 25G. Die 512K geteilten Forwarding-Einträge und der 42-MB-Puffer tragen Container-Plattformen mit vielen Endpunkten, EVPN-VXLAN-Multi-Tenant-Overlays und Incast-lastige Storage-Fabrics; RoCE und GPUDirect qualifizieren die Serie für NVMe-over-Fabrics und KI-Trainingscluster, Cloud-NAT für Provider-Edges. Die QSFP56-Ports werden mit QSFP56-Transceivern für 200G bestückt, die QSFP28-Ports mit QSFP28 für SR4, PSM4, CWDM4, LR4, ER oder DR1, die SFP28-Ports mit SFP28 oder SFP+; im Rack verbinden DAC-Kabel und Breakout-DACs Server und Leaf, zwischen Racks AOC-Kabel. Für 400G und Spectrum-3 folgt die NVIDIA SN4000, für 800G die NVIDIA SN5000; die 100G-Vorgängergeneration ist die NVIDIA SN2000.
Häufige Fragen zu NVIDIA SN3000 Switches
Was bringt Spectrum-2 gegenüber der SN2000-Generation?
Spectrum-2 verdoppelt die Switching-Kapazität auf 6,4 Tb/s je ASIC und führt 200GbE über QSFP56 mit 50G-PAM4-Lanes ein. Der geteilte Puffer wächst von 16 auf 42 MB, die Forwarding-Tabelle von 256K auf 512K Einträge, die zusätzlich ACLs, ECMP und Tunnel umfasst; neu sind ein algorithmischer TCAM für bis zu 500K Regeln, 512K Flow-Counter, Cloud-NAT mit über 100K Sessions und eine zehnfache VXLAN-Tunnel-Skalierung. Die Latenz liegt mit 425 ns etwas über den 300 ns der SN2000, dafür verarbeitet die Pipeline mehr Funktionen in einem Durchlauf. Der SN3700C ist damit der direkte Nachfolger des SN2700 mit gleicher Portzahl, der SN3420 der des SN2410 mit 12 statt 8 Uplinks.
Wie unterscheiden sich SN3700 und SN3700C?
Beide sind 32-Port-1U-Spines auf demselben Spectrum-2-ASIC mit 42 MB Puffer und 512K Einträgen. Der SN3700 nutzt QSFP56-Ports mit 200GbE (4 × 50G PAM4) und erreicht 6,4 Tb/s bei 8,33 Bpps; jeder Port lässt sich auf 2 × 100G oder 4 × 50G aufteilen, sodass bis zu 64 × 100G oder 128 × 50G entstehen. Der SN3700C nutzt QSFP28 mit 100GbE (4 × 25G NRZ) und 3,2 Tb/s bei 4,76 Bpps, teilbar auf 128 × 25/10G. Der SN3700 hat einen Quad-Core-x86 und sechs Lüfter, der SN3700C einen Dual-Core und vier Lüfter sowie eine DC-Netzteiloption und die Secure-Boot-Variante SN3700C-S. Für 200G-Spines und GPU-Knoten ist der SN3700 vorgesehen, für 100G-Fabrics und 25G-Leaf-Breakouts der SN3700C.
Was leistet der SN3700C-S mit Secure Boot?
Der SN3700C-S ist die cyber-resiliente Variante des SN3700C mit Hardware Root of Trust: Ein dedizierter Sicherheitsbaustein prüft beim Einschalten kryptografisch BIOS, ONIE und das NOS-Image und startet nur NVIDIA-signierte Software; die Prüfung wiederholt sich im laufenden Betrieb und nach jedem Update, sodass manipulierte Firmware oder korrumpierte Daten erkannt werden. Damit erfüllt der Switch Anforderungen an Lieferketten- und Firmware-Integrität in Behörden, Finanzinstituten und Cloud-Providern. Erhältlich ist er mit Cumulus Linux (MSN3700-CS2FSC) oder ONIE (MSN3700-CS2FSO), jeweils mit P2C-Airflow; Ports und Leistung entsprechen dem SN3700C.
Alle NVIDIA SN3000 Switches bei Hexwaren sind originale NVIDIA-Produkte und werden mit ihrer NVIDIA-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte NVIDIA-Sortiment finden Sie auf unserer NVIDIA-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.