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Juniper EX3400 Switches

Juniper EX3400 – Access-Switches mit 40G-Uplinks, redundanten Netzteilen und Virtual Chassis bis 10 Geräte

Die Juniper EX3400 Serie ist die Mittelklasse der EX-Access-Switches für Etagenverteiler und GbE-Rechenzentrumszugang: sieben Fixed-Configuration-Modelle mit 24 oder 48 Ports 10/100/1000BASE-T – als EX3400-24T/48T ohne PoE, als EX3400-24P/48P mit PoE+ auf allen Ports, als EX3400-48T-AFI mit umgekehrter Luftführung und als EX3400-24T-DC/48T-DC mit Gleichstromnetzteil. Jedes Modell bringt vier SFP/SFP+-Uplinks (1/10 GbE) und zwei QSFP+-Ports (40 GbE) mit, die wahlweise als Uplink oder als Virtual-Chassis-Verbindung dienen. Gegenüber der EX2300 kommen redundante, im Feld tauschbare Netzteile und Lüfter, MACsec, 32.000 MAC-Adressen, ein Virtual Chassis mit bis zu zehn Mitgliedern und Hochverfügbarkeitsfunktionen wie GRES, NSR, NSB und NSSU hinzu.

Technische Merkmale

Hersteller Juniper Networks (HPE Juniper Networking)
Modelle EX3400-24T, EX3400-48T, EX3400-48T-AFI (Back-to-Front), EX3400-24P, EX3400-48P, EX3400-24T-DC, EX3400-48T-DC
Access-Ports 24 oder 48× 10/100/1000BASE-T (RJ45), Energy Efficient Ethernet nach IEEE 802.3az
Uplinks 4× SFP/SFP+ (1/10 GbE) und 2× QSFP+ (40 GbE); die QSFP+-Ports sind ab Werk als Virtual-Chassis-Ports vorkonfiguriert und auf Uplink umschaltbar
PoE (24P/48P) IEEE 802.3af/802.3at auf allen Ports; Budget 370 W (24P) bzw. 740 W (48P) mit einem Netzteil, 720 W bzw. 1.440 W mit zwei Netzteilen – dann 30 W auf jedem Port; PoE-Modi Static und Class, Aushandlung per LLDP-MED
Performance 288 Gbps / 214 Mpps (24-Port-Modelle), 336 Gbps / 250 Mpps (48-Port-Modelle); Store-and-Forward
Tabellen 32.000 MAC-Adressen, 4.096 VLANs, Jumbo Frames 9.216 Byte, 128 LAGs mit bis zu 16 Ports, 14.000 IPv4-Präfixe / 36.000 Host-Routen, 16.000 ARP-Einträge
Virtual Chassis Bis 10 Mitglieder über QSFP+ (160 Gbps) oder SFP+ (80 Gbps); Primary- und Backup-Routing-Engine mit GRES, NSR, NSB und NSSU-Upgrade per Einzelkommando; Cross-Member-LAG, Redundant Trunk Group
Layer 3 Statisches Routing und RIP v1/v2 im Standard-Umfang; OSPFv2/v3, PIM, VRRP, BFD, Virtual Router (VRF-Lite) und Filter-based Forwarding per Lizenz (Flex Advanced); BGP, MBGP und IS-IS über eine zusätzliche Lizenzstufe
Sicherheit IEEE 802.1AE MACsec mit 88 Gbps Hardware-Verschlüsselung auf allen GbE- und 10GbE-Ports; 802.1X (Multi-Supplicant, dynamische VLAN- und ACL-Zuweisung), MAC-RADIUS, Captive Portal, DHCP Snooping, Dynamic ARP Inspection, MAC Limiting, IPv6 RA Guard, Control-Plane-DoS-Schutz
Management Junos OS CLI, J-Web, Juniper Mist Wired Assurance, ZTP, SNMP v1/v2c/v3, sFlow, RPM, RMON; Out-of-Band-Ethernet-Port und serielle Konsole
Hardware Dual-Core-CPU mit 1 GHz, 2 GB DRAM mit ECC, 2 GB Flash; 12 QoS-Queues je Port (8 Unicast, 4 Multicast)
Stromversorgung Zwei Netzteilschächte, Auslieferung mit einem Netzteil: 150 W (T-Modelle, AC oder DC), 600 W (24P), 920 W (48P); Netzteile und die beiden Lüftermodule redundant und im Feld tauschbar; Luftführung Front-to-Back, beim 48T-AFI Back-to-Front
Design 1U, 44,1 × 4,4 × 35 cm (38,2 cm mit Netzteil), maximal 5,7 kg mit Netzteil und Lüftern; Betriebstemperatur 0–45 °C; Enhanced Limited Lifetime Warranty (Netzteile und Lüfter 5 Jahre)

Einsatzbereiche

Im Campus ist die EX3400 der Etagen-Switch für Umgebungen, die mehr Ausfallsicherheit als eine Einstiegsserie verlangen: Zwei Netzteile, redundante Lüfter und ein Virtual Chassis mit bis zu zehn Geräten, dessen Routing-Engine-Wechsel laufende Verbindungen nicht unterbricht, bringen Verteiler mit 24 bis 480 Ports unter eine IP-Adresse. Die PoE+-Modelle versorgen Telefone, Kameras und Access Points mit vollen 30 W je Port, sobald das zweite Netzteil eingebaut ist; MACsec verschlüsselt die Strecken zum Verteiler oder zwischen Gebäuden auf Layer 2. Die Uplinks werden mit QSFP+-Optik für 40 GbE, SFP+ für 10 GbE oder SFP für 1 GbE bestückt. Die AFI- und DC-Varianten mit umgekehrter Luftführung bzw. Gleichstromnetzteil sind für den GbE-Server-Access im Rechenzentrum und für Metro-Standorte gedacht. Für kleinere Verteiler ohne Redundanzanforderung reicht die EX2300; die neuere Generation im selben Segment ist die EX4100.

Häufige Fragen zu Juniper EX3400 Switches

Wozu das zweite Netzteil – Redundanz oder PoE-Budget?

Beides. Die Switches werden mit einem Netzteil ausgeliefert; beim EX3400-24P stehen damit 370 W PoE zur Verfügung, beim EX3400-48P 740 W. Erst mit dem zweiten Netzteil steigt das Budget auf 720 W bzw. 1.440 W, sodass jeder Port gleichzeitig 30 W nach 802.3at liefern kann. Bei den T-Modellen mit 150-W-Netzteil dient das zweite Netzteil ausschließlich der Redundanz. Ersatz- und Zweitnetzteile sind separat bestellbar.

Wie unterscheidet sich das Virtual Chassis der EX3400 von dem der EX2300?

In Größe, Bandbreite und Ausfallverhalten: Die EX3400 bindet bis zu zehn statt vier Geräte zusammen und nutzt dafür standardmäßig die beiden QSFP+-Ports mit 160 Gbps Interconnect (über SFP+ sind es 80 Gbps). Jedes Mitglied kann Routing Engine sein – fällt die Primary aus, übernimmt die Backup per GRES ohne Unterbrechung, NSR und NSB halten Protokollzustände synchron, und NSSU aktualisiert alle Mitglieder mit einem Befehl. Wer die QSFP+-Ports als 40G-Uplinks braucht, deaktiviert die Virtual-Chassis-Funktion auf diesen Ports.

Was bedeuten die Zusätze -AFI und -DC?

Beides sind Varianten der Non-PoE-Modelle für den Rechenzentrums- und Metro-Einsatz: Der EX3400-48T-AFI kühlt Back-to-Front statt Front-to-Back, damit die Port-Seite im kalten Gang stehen kann; EX3400-24T-DC und EX3400-48T-DC werden mit einem 150-W-Gleichstromnetzteil geliefert. Portausstattung, Leistung und Junos-Funktionsumfang entsprechen den AC-Modellen.

Alle Juniper EX3400 Switches bei Hexwaren sind originale Juniper-Produkte und werden mit ihrer Juniper-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Juniper-Sortiment finden Sie auf unserer Juniper-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.



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