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Arista 7060X6 Switches

Arista 7060X6 – 64 × 800G OSFP mit 51,2 Tbps auf einem Chip für KI-Backend- und Hyperscale-Netze

Die Arista 7060X6 Serie ist Aristas Single-Chip-Plattform mit der höchsten 800-Gigabit-Dichte für KI/ML-Cluster und Hyperscale-Rechenzentren. Der 7060X6-64PE und der 7060X6-64PE-B liefern 64 × 800G OSFP plus 2 × SFP+ in 2U bei 51,2 Tbps und 21,2 Milliarden Paketen pro Sekunde; der 7060X6-32PE bietet 32 × 800G OSFP in 1U bei 25,6 Tbps. Jeder Port läuft mit 800G, 400G, 200G oder 100G, sodass ein 64PE bis zu 320 und der 64PE-B bis zu 512 logische Schnittstellen bereitstellt. Die Cut-Through-Latenz liegt bei 700 ns, der geteilte Paketpuffer fasst 165 MB (64PE) bzw. 84 MB (32PE). Für KI-Workloads bringt die Serie RoCEv2, Packet Spraying, Dynamic und Cluster Load Balancing, Advanced DCQCN mit PFC/ECN und Unterstützung für Linear Pluggable Optics (LPO) mit; die 2U-Modelle haben zudem eine im Feld tauschbare Supervisor-Karte.

Technische Merkmale

Hersteller Arista Networks
Modelle 7060X6-64PE, 7060X6-64PE-B (2U), 7060X6-32PE (1U); Bestellnummern DCS-7060X6-64PE-F, DCS-7060X6-64PE-B-F, DCS-7060X6-32PE-F (Front-to-Rear, 2 × AC) sowie # (ohne Lüfter und Netzteile)
Ports 64 × 800G OSFP + 2 × SFP+ (64PE, 64PE-B) bzw. 32 × 800G OSFP + 2 × SFP+ (32PE); Breakout auf 128 × 400G, 256 × 200G, 320 × 100G/50G (64PE), 512 × 100G/50G (64PE-B) bzw. 64 × 400G, 128 × 200G, 160 × 100G/50G (32PE); Hitless Speed Change von 800G bis 100G
Performance 51,2 Tbps (102,4 Tbps Full Duplex) / 21,2 Bpps bei 64PE und 64PE-B, 25,6 Tbps (51,2 Tbps FDX) / 10,6 Bpps beim 32PE; Wire-Speed L2 und L3; Latenz ab 700 ns; typisch unter 16 W je 800G-Port
Paketpuffer und Tabellen 165 MB (64PE, 64PE-B) bzw. 84 MB (32PE) geteilter Puffer mit Advanced Queueing; 136K MAC-Adressen, 500K IPv4-Host-Routen, 860K IPv4- und 600K IPv6-LPM-Routen, 256K IPv4-Multicast (S,G), 128K IGMP-Gruppen, 2.304 ACLs, 512 Egress-ACLs, 128-Way ECMP mit 4K Gruppen und 16K Mitgliedern
KI/ML-Funktionen RoCEv2, Packet Spraying, Dynamic Load Balancing, Cluster Load Balancing (RDMA-Queue-Pair-basiert), Advanced DCQCN, PFC/ECN mit latenz-, durchsatz- und dynamikbasiertem Marking, Workload- und NIC-Integration über CloudVision AI Agent; AI Analyzer mit 100-µs-Auflösung (laut Datenblatt noch nicht in EOS freigegeben)
Layer 2 RSTP, MSTP, RPVST+ (62 Instanzen), 4.096 VLANs, LACP mit 64 Ports je Channel und 128 Gruppen, MLAG mit 64 Ports je Verbund, Custom und Resilient LAG Hashing, Jumbo Frames 9.216 Byte, IGMP v1/v2/v3 Snooping, Storm Control
Layer 3 OSPF, OSPFv3, BGP, MP-BGP, IS-IS, RIPv2, 128-Way ECMP, Resilient ECMP, VRF, BFD, Anycast RP, VRRP, VARP, PBR – dynamisches Routing über Enhanced-Lizenz; PIM-SM/SSM und VXLAN Routing laut Datenblatt noch nicht in EOS freigegeben, VXLAN Bridging verfügbar
Telemetrie LANZ, Streaming Telemetry, Traffic-Statistik-Polling bis 1 ms, Streaming Events (GPB), sFlow, Port Mirroring mit 4 Sessions und L2/3/4-Filter, Mirror to CPU
Sicherheit und QoS IPv4/IPv6-ACLs ingress und egress mit Drop-Logging, CPP, PDP, Service-ACLs, DHCP Snooping, TACACS+, RADIUS; 8 Unicast- und 2 Multicast-Queues je Port, ECN, PFC, DCBX, WRR, ACL-basiertes Policing, Shaping
Management Arista EOS, CloudVision mit Arista Validated Designs, ZTP, eAPI, DirectFlow, SNMP v1/v2/v3, 10/100/1000-Management-Port, RJ45-Konsole, USB; Bash, Python, C++, KVM/QEMU
Hardware Multi-Core x86, 32 GB DRAM, 240 GB Flash; 2U-Modelle mit feldtauschbarer Supervisor-Karte DCS-7001-SUP-A (4 Kerne/8 Threads 2,7 GHz, 32 GB RAM, 240 GB NVMe), zugänglich nach Entnahme der beiden rechten Lüfter; 2 hot-swap-Netzteile 1+1 redundant – 2.400 W PWR-2421-HV (200–277 V AC / 240–380 V DC, 96 %) oder PWR-2411-MC (+48 V DC) bei den 2U-Modellen, PWR-2011-AC-RED beim 32PE; 4 (2U) bzw. 3 (1U) hot-swap-Lüfter N+1; Airflow Front-to-Rear
Leistungsaufnahme Typisch 640 W / maximal 2.218 W (64PE, 64PE-B), typisch 348 W / maximal 1.136 W (32PE) – typisch bei 25 °C mit DACs, maximal bei 46 °C mit Hochleistungsoptik
Design 2U: 44 × 8,79 × 60,7 cm, 20,86 kg; 1U: 44 × 4,31 × 55,11 cm, 13,24 kg; Betriebstemperatur 0–40 °C; werkzeuglose Rails; EOS-Lizenzgruppe 4 (32PE: Gruppe 3); Minimum EOS 4.32.2 (64PE) bzw. 4.34.2 (32PE), 64PE-B laut Datenblatt noch offen

Einsatzbereiche

Die 7060X6 ist der Leaf und Spine für KI-Backend-Netze mit 800G- oder 2 × 400G-Anbindung der GPUs: Arista zeigt im Datenblatt ein zweistufiges Design, das mit 7060X6-Systemen einen Cluster mit 8.192 xPU-Ports aufspannt; für mehrstufige Fabrics kombiniert sich die Serie mit den modularen Arista 7800R3-Systemen. Die OSFP-Ports werden mit OSFP-Transceivern für 800G und 2 × 400G bestückt, wahlweise auch mit Linear Pluggable Optics für geringere Leistungsaufnahme; 400G- und 200G-Gegenstellen werden über QSFP-DD- und QSFP56-Module oder Breakout angebunden, 100G-Bestandssysteme über QSFP28. Innerhalb des Racks übernehmen DAC-Kabel und AEC-Kabel die GPU-Server-Anbindung, zwischen Racks AOC-Kabel. Cluster Load Balancing und Advanced DCQCN halten die Tail-Latenz synchroner Trainings-Flows niedrig und verkürzen die Job Completion Time. Wer 25,6 Tbps mit QSFP-DD800 oder 64 × 400G native braucht, bleibt bei der Arista 7060X5; für gemischte 25G/100G/400G-Frontports ist die 7050X4 die Wahl, für Deep-Buffer-800G-Spines mit VOQ-Architektur die 7700R4- und 7800R4-Systeme.

Häufige Fragen zu Arista 7060X6 Switches

Worin unterscheiden sich 7060X6-64PE und 7060X6-64PE-B?

Beide sind 2U-Systeme mit 64 × 800G OSFP, 51,2 Tbps, 165 MB Puffer, 32 GB RAM und identischer Leistungsaufnahme von typisch 640 W. Der Unterschied liegt in der Breakout-Skalierung: Der 64PE unterstützt laut Datenblatt bis zu 320 logische 100G-/50G-Schnittstellen, der 64PE-B bis zu 512 – also volle 8 × 100G auf allen 64 Ports. Für den 64PE-B nennt Arista noch keinen Minimum-EOS-Stand; der 64PE läuft ab EOS 4.32.2.

Was bringt die feldtauschbare Supervisor-Karte der 2U-Modelle?

Bei 7060X6-64PE und 64PE-B sitzt die Control-Plane auf einem eigenen Modul DCS-7001-SUP-A mit 4-Kern-CPU, 32 GB RAM und 240 GB NVMe, das nach Entnahme der beiden rechten Lüftermodule von hinten gezogen wird. Ein CPU-, Speicher- oder SSD-Defekt lässt sich damit vor Ort beheben, ohne das Chassis aus dem Rack zu nehmen und die 800G-Verkabelung zu lösen – bei 64 OSFP-Ports mit Optik ein erheblicher Vorteil für Wartungsfenster und Ersatzteilhaltung.

Was sind Linear Pluggable Optics, und welche Lizenzen gelten?

LPOs verzichten auf den DSP im Transceiver; die Signalaufbereitung übernimmt der Switch-ASIC. Das senkt Leistungsaufnahme und Kosten je 800G-Port spürbar, setzt aber eine LPO-fähige Host-Plattform wie die 7060X6 voraus. Lizenzseitig gehören 64PE und 64PE-B zur Gruppe 4 (LIC-FIX-4-E für BGP/OSPF/IS-IS/PIM/NAT, -V für VXLAN, -Z für Monitoring und Automatisierung, -FLX-L für Full Routing, EVPN und Segment Routing), der 32PE zur Gruppe 3 mit den entsprechenden LIC-FIX-3-Lizenzen.

Alle Arista 7060X6 Switches bei Hexwaren sind originale Arista-Produkte und werden mit ihrer Arista-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Arista-Sortiment finden Sie auf unserer Arista-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.