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Arista 7700R4 Switches

Arista 7700R4 – Distributed Etherlink Switch für KI-Cluster mit über 27.000 × 800G als ein logischer, verlustfreier Switch

Die Arista 7700R4 Serie ist ein verteiltes System, das die zellbasierte, vollständig geplante Architektur der 7800R-Chassis aus dem Gehäuse herauslöst: Statt Linecards und Fabrics in einem Chassis werden dedizierte Leaf- und Spine-Geräte über 800G-Fabric-Ports verbunden und arbeiten als ein einziger logischer Switch mit Single-Hop-Forwarding – 100 % intern verlustfrei und fair, ohne Tuning. Der Distributed Leaf 7700R4C-38PE bietet 18 × 800G OSFP Host-Ports und 20 × 800G Fabric-Ports bei 14,4 Tbps, 5,4 Milliarden Paketen pro Sekunde und 16 GB Puffer; der Distributed Spine 7720R4-128PE stellt 128 × 800G Fabric-Ports mit 102,4 Tbps bereit. In einem zweistufigen Aufbau skaliert das System auf über 4.600 × 800G-Hosts, mit Super-Spine auf über 27.000 × 800G oder 31.000 × 400G bei 22 Pbps Gesamtkapazität und bis zu 24 TB systemweitem Puffer. Cell-Spraying-Fabric, Virtual Output Queues je Port, verteilter Credit-Scheduler und Deep Buffering eliminieren Head-of-Line-Blocking, Elephant-Flow-Kollisionen und Incast-Verluste; Arista Etherlink ergänzt AI Analyzer, RDMA-Load-Balancing und optimiertes DCQCN/ECN/PFC – Ultra-Ethernet-ready.

Technische Merkmale

Hersteller Arista Networks
Modelle Distributed Leaf DCS-DL-7700R4C-38PE-B-F (Front-to-Rear, 2 × AC, Sup-EL) und DCS-DL-7700R4C-38PE-B# (konfigurierbare Lüfter und PSUs); Distributed Spine DCS-DS-7720R4-128PE-F (4 × AC, Sup-EL) und DCS-DS-7720R4-128PE#; Supervisoren DCS-7001-SUP-EL (Leaf) und DCS-7003-SUP-EL (Spine)
Ports 7700R4C-38PE: 18 × 800G OSFP800 hostseitig, 20 × 800G OSFP800 spineseitig, 1 × QSFP100; 7720R4-128PE: 128 × 800G OSFP800 leafseitig; Host-Ports auch als 2 × 400G; eingebautes Overprovisioning 18 : 20 als Redundanzreserve bei Uplink- oder Spine-Ausfall
Performance Leaf 14,4 Tbps (28,8 Tbps FDX) / 5,4 Bpps mit 16 GB Puffer; Spine 102,4 Tbps (204,8 Tbps FDX) non-blocking; Ende-zu-Ende-Latenz ab 3,8 µs, unter 4 µs bei 64 Byte; Systemkapazität bis 22 Pbps (44 Pbps FDX), bis 8 Billionen Pakete pro Sekunde, bis 24 TB Puffer systemweit
Architektur Vollständig geplantes, verlustfreies Interconnect: zellbasiertes Traffic Spraying über alle Leaf-Spine-Pfade mit 100 % Pfadauslastung, VOQ je Egress-Port, verteilter Hardware-Credit-Scheduler, Deep Buffering; hardwarebasierte Topologiekonfiguration und Link-Health-Management; Graceful Degradation der Uplink-Kapazität; verteilte Control-Plane ohne Single Point of Failure
Skalierung 2-Tier: 64 Leafs + 10 Spines = 1.152 × 800G-Hosts (1,6T je Spine), 128 + 20 = 2.304 Hosts (800G je Spine), 256 + 40 = 4.608 Hosts (400G je Spine, 50:50-Breakout); mit Super-Spine über 1.500 Leafs und bis 800 Spines für über 27.000 × 800G bzw. 31.000 × 400G; typisch 16 Accelerators je Leaf plus 2 Ports für Storage oder Cluster-Kopplung; Pay-as-you-grow ab wenigen hundert Ports
Etherlink für KI AI Analyzer (AVA-gestützt), Advanced RDMA Load Balancing, Cluster Load Balancing, optimiertes DCQCN, ECN und PFC, AI-Workflow-Integration über CloudVision AI Agent; Ultra Ethernet ready, Accelerator-agnostisch
Telemetrie Streaming Telemetry, LANZ, AI Analyzer, DANZ mit Filterung, Replikation, Aggregation und Capture bis 800G, Counter-Polling bis 1 ms, Echtzeit-Hardware-Health-Checks
Management 64-Bit Arista EOS (Single Binary Image), CloudVision für Accelerated Computing mit Arista Validated Designs, ZTP, offene APIs; Stateful Fault Containment und Repair, Stateful Switchover; Bash, Python, C++; Default Secure Boot
Supervisor Feldtauschbar: 7001-SUP-EL (Leaf) und 7003-SUP-EL (Spine), je 8 Kerne/16 Threads 2,3 GHz, 64 GB RAM, 512 GB NVMe, Secure Boot; Leaf 1 × 100/1000-Management-Port, Spine 2; je 1 × USB und RS-232-Konsole
Stromversorgung und Kühlung Netzteile 2.400 W: PWR-2421-HV (200–277 V AC oder 240–380 V DC, SAF-D, 96 %) oder PWR-2411-MC (48–72 V DC, ORv3-54-V-fähig, 6-Pin M-CRPS, 96 %); Leaf 2 × 1+1 redundant, Spine 4 × N+N redundant, hot-swap; Lüfter FAN-7021H N+1 hot-swap, Leaf 4, Spine 12; Front-to-Rear; Unterstützung für passive Kupferkabel bis 4 m und Linear-drive Pluggable Optics (LPO)
Leistungsaufnahme Typisch/maximal ohne Optik: 593 W / 1.840 W (7700R4C-38PE), 1.032 W / 3.848 W (7720R4-128PE); 5-nm-Silizium
Design Leaf 2U, 44 × 8,8 × 58,6 cm, 21,4 kg; Spine 7U, 44 × 30,8 × 56 cm, 50 kg; Betriebstemperatur 0–40 °C; werkzeuglose 4-Post-Montage; Lizenzgruppe LIC-DL (Leaf)

Einsatzbereiche

Die 7700R4 ist das Backend-Netz für große generative KI-Trainingscluster, ML- und HPC-Umgebungen, in denen tausende Accelerators über Ethernet zusammenarbeiten: Weil alle XPUs logisch an demselben verteilten Switch hängen, entfallen workload-spezifische Verkabelungspläne wie Rail-Topologien, und mehrere Jobs – auch gemischt über Accelerator-Generationen – laufen parallel ohne gegenseitige Störung. Hosts werden über kurze, passive Kupferkabel angebunden, was gegenüber optischen Cross-Facility-Verbindungen Kosten und Leistungsaufnahme spart. Die OSFP800-Ports der Leafs werden hostseitig mit OSFP-Transceivern für 800G oder 2 × 400G bestückt – wahlweise als Linear-drive Pluggable Optics –, innerhalb des Racks über DAC-Kabel bis 4 m und AEC-Kabel; die Leaf-Spine-Fabric-Verbindungen laufen über OSFP-Optik oder AOC-Kabel zwischen den Reihen, 400G-Gegenstellen über QSFP-DD-Breakout. Der zusätzliche QSFP100-Port des Leafs nimmt QSFP28-Module für Management- oder Storage-Anbindung auf. Für Cluster, die in ein einzelnes Chassis passen, ist die Arista 7800R4 mit derselben Zellarchitektur die kompaktere Wahl; als Fixed-Leaf mit 64 × 800G und ohne verteilte Planung dient die 7060X6, für Frontend- und Storage-Netze die 7060X5.

Häufige Fragen zu Arista 7700R4 Switches

Worin unterscheidet sich DES von einer klassischen Leaf-Spine-Fabric?

Physisch sieht ein 7700R4-Aufbau wie eine zweistufige Leaf-Spine-Topologie aus, logisch verhält er sich aber wie ein einziger großer Switch-Chip: Die Leafs zerlegen Pakete in Zellen und verteilen sie gleichmäßig über alle Spines, ein verteilter Credit-Scheduler koordiniert alle Egress-Ports, und die Spines sind reine Fabric-Elemente ohne eigenes Routing. Dadurch entfallen ECMP-Hashing, Elephant-Flow-Kollisionen und das Tuning von Congestion-Protokollen zwischen unabhängigen Switches; jede Verbindung ist ein logischer Single-Hop mit deterministischer Fairness. Ein Spine- oder Uplink-Ausfall reduziert die Kapazität kontrolliert, ohne Jobs zu unterbrechen.

Wie werden Leafs und Spines dimensioniert?

Ausgangspunkt ist die Zahl der Accelerator-Ports: Jeder Leaf bindet typisch 16 Accelerators an und behält zwei Host-Ports für Storage oder Cluster-Kopplung. Die 20 Fabric-Ports jedes Leafs werden gleichmäßig auf die Spines verteilt – mit 1,6T je Spine (2 Ports) ergeben 64 Leafs und 10 Spines 1.152 Hosts, mit 800G je Spine 128 Leafs und 20 Spines 2.304 Hosts, mit 400G je Spine (50:50-Breakout) 256 Leafs und 40 Spines 4.608 Hosts. Darüber hinaus führt eine orthogonale Super-Spine-Ebene auf über 27.000 × 800G. Spines verbinden nur Leafs, nie sich gegenseitig oder andere Netze.

Welche Rolle spielen Etherlink und Ultra Ethernet?

Arista Etherlink ist die KI-spezifische Funktionsschicht auf EOS: AI Analyzer misst die Auslastung der Fabric-Pfade im Mikrosekundenraster, RDMA-Load-Balancing und Cluster Load Balancing platzieren Queue-Pairs global, DCQCN, ECN und PFC sind für RoCE-Workloads voreingestellt, und der CloudVision AI Agent zieht Konfigurationskonsistenz und Telemetrie bis in die Compute-Hosts. Ultra Ethernet ready bedeutet, dass die 7700R4 die Transport- und Congestion-Mechanismen der Ultra Ethernet Consortium-Spezifikation unterstützen soll, sodass Cluster mit UEC-fähigen NICs ohne Netzwerktausch migrieren können.

Alle Arista 7700R4 Switches bei Hexwaren sind originale Arista-Produkte und werden mit ihrer Arista-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Arista-Sortiment finden Sie auf unserer Arista-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.