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Arista 7800R4 Switches

Arista 7800R4 – modulare 800G-Switch-Router mit bis zu 576 × 800G, 920 Tbps FDX und forklift-freiem Upgrade von 7800R3

Die Arista 7800R4 Serie ist die vierte Generation der R-Series-Universal-Spines und das erste 800G-Chassis der Familie: Die Chassis 7804R, 7808R, 7812R und 7816LR mit 4, 8, 12 oder 16 Linecard-Slots erhalten fünf R4-Fabric-Module plus ein Fabric-Kühlmodul und liefern 28,8 Tbps je Slot – 460 Tbps (920 Tbps Full Duplex) und bis zu 173 Milliarden Pakete pro Sekunde im 16-Slot-System. Die zellbasierte, vollständig geplante VOQ-Fabric mit verteiltem Credit-Scheduling und bis zu 32 GB Puffer je Linecard lässt auch 576 × 800G als einen einzigen verlustfreien, fairen Switch-Chip arbeiten, bei unter 4 µs Latenz. Drei Linecards mit je 36 × 800G OSFP decken alle Rollen ab: 7800R4C-36PE für Compute-Cluster mit KI-optimierter, energiesparender Pipeline, 7800R4-36PE für Rechenzentren mit FlexRoute, Algorithmic ACLs und Accelerated sFlow sowie 7800R4K-36PE mit Large-Scale-FlexRoute für über 5 Millionen Routen, über 400K Traffic-Policy-Einträgen und TunnelSec-Verschlüsselung (MACsec, IPsec, VXLANsec) bis 800G. Bestehende 7800R3-Chassis lassen sich mit R4-Fabrics und -Linecards auf 800G aufrüsten; 800G-ZR-Optiken mit dem ZR-Line-System transportieren 6,4 Tbps über ein Faserpaar.

Technische Merkmale

Hersteller Arista Networks
Modelle Chassis DCS-7804 (4 Slots, 10U), DCS-7808 (8 Slots, 16U), DCS-7812 (12 Slots, 23U), DCS-7816L (16 Slots, 32U), jeweils 2 Supervisor- und 6 Fabric-Slots; Bundles DCS-78xxR4-BND mit 3-kW-HV- oder DC-Netzteilen, 5 × FM-R4, 1 × FCM und ein oder zwei Supervisor-2 (-S2, -N ohne Secure Boot, -FLX mit FLX-Lizenz) sowie -BNDS-U/-BNDA-U mit Supervisor 1S/1A; Linecards DCS-7800R4C-36PE-LC, DCS-7800R4-36PE-LC, DCS-7800R4K-36PE-LC; Supervisoren DCS-7808-SUP2/-N, DCS-7816-SUP2/-N, DCS-7800-SUP1A/SUP1S, DCS-7816-SUP/SUP1S
Linecards 36 × OSFP800 je Linecard, Breakout auf 72 × 400G, 288 × 100G sowie 200G-Modi; 28,8 Tbps (57,6 Tbps FDX), 10,8 Bpps, 32 GB dynamisch zugewiesener VOQ-Puffer, Latenz ab 3,8 µs; 7800R4C-36PE: Compute-optimierte Pipeline für KI-Cluster; 7800R4-36PE: Standard-FlexRoute und Traffic Policies, Accelerated sFlow; 7800R4K-36PE: Large-Scale-FlexRoute, Large-Scale-Traffic-Policies, TunnelSec auf allen Ports; optimiert für Hochleistungs-400G/800G-ZR+-Optiken; alle Linecards in allen vier Chassis mischbar
Kapazität 7816LR: 460 Tbps (920 FDX) / 173 Bpps, bis 576 × 800G, 1.152 × 400G oder 4.608 × 100G; 7812R: 345 Tbps (690 FDX), bis 432 × 800G; 7808R: 230 Tbps (460 FDX), bis 288 × 800G; 7804R: 115 Tbps (230 FDX), bis 144 × 800G; 28,8 Tbps je Slot mit identischer Kapazität für alle Slots; Wire-Speed L2 und L3; Latenz unter 4 µs (64 Byte)
Fabric 5 Fabric-Module DCS-7804R4-FM / DCS-7808R4-FM / DCS-7812R4-FM / DCS-7816LR4-FM (Slots 1–5) plus Fabric-Kühlmodul DCS-7804/7808/7812/7816L-FCM (Slot 6), je mit 4–16 einzeln tauschbaren Lüftern FAN-7800-HS; zellbasiertes Spraying über alle Links, VOQ je Egress-Port, verteilter Credit-Scheduler, Deep Buffering; aktiv/aktiv, hot-swap, Graceful Degradation; Midplane-loses Design mit direkter Linecard-Fabric-Verbindung
Supervisor Supervisor-2 (DCS-7808-SUP2 für 7804/7808, DCS-7816-SUP2 für 7812/7816L): 2,0-GHz 10-Kern x86, 128 GB RAM, 480 GB SSD, Secure Boot ab Werk (-N ohne); Supervisor 1A/1S: 1,9-GHz 6-Kern, 64 GB, 240 GB SSD; Supervisor 1/1S (7816): 2,0-GHz 8-Kern, 64 GB, 240 GB SSD; je 1 × RJ45- und 1 × SFP-1G-Management-Port, RS-232, 2 × USB; 1+1 redundant mit Stateful Switchover
Tabellen und Routing FlexRoute mit voller Internet-Tabelle in Hardware, über 5 Millionen Routen auf 7800R4K; Forwarding-Profile mit flexibler Zuweisung für MAC, Routen, Hosts und ARP; Traffic-Policy-ACLs über 400K Einträge je Forwarding-Engine, Algorithmic ACLs mit IPv4/IPv6 in gleicher Skalierung; 512-Way ECMP und UCMP; LACP 256 Ports je Channel und 2.048 Gruppen, MLAG 512 Ports
Verschlüsselung TunnelSec auf 7800R4K-Linecards: MACsec (802.1AE), IPsec (RFC 4303) und VXLANsec mit AES-256-GCM in Line-Rate bis 800G ohne Leistungseinbuße – Lizenz erforderlich
Layer 2 und 3 RSTP, MSTP, RPVST+, Q-in-Q, MLAG, L2-Sub-Interfaces; OSPF, OSPFv3, BGP, MP-BGP, IS-IS, RIPv2, BGP FlowSpec, BMP, RPKI, PIC, Route Reflector, VRF mit Route Leaking, BFD und Micro-BFD, uRPF, VRRP/VRRPv3, VARP, PBR, RCF, L3-Sub-Interfaces; Multicast mit PIM-SM/SSM, MSDP, Anycast RP, MoFRR, MLD v2
MPLS, VPN und Timing LDP, RSVP-TE mit FRR, BGP-LU, BGP-LS, IS-IS-SR, SR-TE, TI-LFA, BGP-SR, FlexAlgo, Seamless BFD, Entropy Label; IP-VPN, 6PE/6vPE, LDP-Pseudowires, VPLS, NG-MVPN; EVPN-VXLAN und EVPN-MPLS (L2 und L3), Multihoming, VPWS, IRB, E-Tree, OISM sowie Gateways zwischen EVPN-VXLAN, EVPN-MPLS und IP-VPN; IEEE 1588 PTP als T-GM, T-BC und T-TSC, G.8275.1/G.8275.2, SyncE; Ethernet CFM, LM/SLM/DM, RFC 2544, TWAMP
Telemetrie, QoS und Management LANZ, DANZ bis 800G mit 14 Mirror-Sessions und SPAN/TAP-M:N-Aggregation, Accelerated sFlow mit 1:500-Sampling, IPFIX, In-band Network Telemetry, Streaming Events (GPB), AI Tracer; 8 Queues je Port und Sub-Interface, H-QoS, WFQ, PFC, ETS, DCBX, ECN; 64-Bit Arista EOS mit NetDB, CloudVision, ZTP, Configuration Rollback und Commit, eAPI, NETCONF, RESTCONF, gNMI, OpenConfig, EOS SDK; Bash, Python, C++, GO
Stromversorgung 3.000 W je Netzteil mit zwei Eingängen und interner 1+1-Grid-Redundanz: PWR-D1-3041-AC (2 × 200–240 V, 94,5 % Platinum), PWR-D2-3041-DC (2 × –48 bis –60 V), PWR-D4-3041-AC (2 × 200–277 V AC oder 240–380 V DC); SAF-D-GRID-Anschlüsse; Slots und Budget: 8 (24 kW) im 7804, 12 (36 kW) im 7808, 18 (54 kW) im 7812, 24 (72 kW) im 7816L; konfigurierbar bis N+N; Front-to-Rear-Airflow; Linear-drive Pluggable Optics (LPO) unterstützt
Leistungsaufnahme Systemmaximum intern ohne Optik 6.801 W (7804), 14.139 W (7808), 22.394 W (7812), 28.074 W (7816L); Linecards typisch/maximal 915 W / 1.110 W (7800R4-36PE), 921 W / 1.125 W (7800R4K-36PE); Fabric-Module 308 W / 424 W (7804), 562 W / 936 W (7808), 1.150 W / 1.752 W (7812); Supervisor-2 86 W / 104 W
Design 7804: 43,6 × 44,1 × 94 cm, 74 kg leer, 203 kg voll; 7808: 70,3 × 44,1 × 94 cm, 101 kg leer, 322 kg voll; 7812: 101,3 × 44,1 × 94 cm, 161 kg leer, 486 kg voll; 7816L: 141,3 × 44,1 × 94 cm, 219 kg leer, 683 kg voll; Linecards 48,1 × 5,4 × 45,2 cm, 12,1 kg; Betriebstemperatur 0–40 °C; 4-Post-Montage in Standard- oder erweiterter Tiefe

Einsatzbereiche

Die 7800R4 ist der AI Spine für Trainingscluster, in denen alle Accelerators direkt an ein einziges Chassis mit bis zu 576 × 800G oder 1.152 × 400G angebunden werden – ohne Leaf-Ebene, ohne Congestion-Tuning zwischen Switches und mit deutlich weniger Optik; in zwei Stufen skaliert sie auf über 660.000 × 400G-Endpunkte. Mit den R4- und R4K-Linecards ist sie zugleich Universal Spine für Cloud- und Telco-Rechenzentren mit bis zu 2 Millionen Hosts, Internet-Peering-Router mit über 5 Millionen Routen, Provider-Edge für EVPN- und MPLS-Dienste mit TunnelSec-verschlüsselten Tunneln über fremde Infrastruktur sowie DCI-Router, der mit dem ZR-Line-System bis zu 8 × 800ZR auf ein Faserpaar multiplext – 6,4 Tbps über 120 km ohne externe Transponder. Die OSFP800-Ports werden mit OSFP-Transceivern für 800G, 2 × 400G oder 4 × 200G bestückt – wahlweise als Linear-drive Pluggable Optics –, 400G-Gegenstellen über QSFP-DD-Breakout, 100G-Bestandssysteme über QSFP28-Breakout. Innerhalb des Racks übernehmen DAC-Kabel und AEC-Kabel die GPU-Server-Anbindung, zwischen Racks AOC-Kabel. Wer ein 400G-Chassis derselben Familie betreibt, findet in der Arista 7800R3 die Vorgängergeneration mit forklift-freiem Upgrade-Pfad; für Cluster jenseits eines Chassis verteilt die 7700R4 dieselbe Zellarchitektur auf Leaf- und Spine-Geräte, und als 800G-Fixed-Leaf dient die 7060X6.

Häufige Fragen zu Arista 7800R4 Switches

Was unterscheidet die drei 7800R4-Linecards?

Alle drei bieten 36 × 800G OSFP mit 28,8 Tbps und 32 GB Puffer und lassen sich im selben Chassis mischen. Die 7800R4C-36PE ist auf Compute-Cluster zugeschnitten: eine KI-optimierte Pipeline mit geringerer Latenz und Leistungsaufnahme, ohne die umfangreichen Routing-Tabellen. Die 7800R4-36PE ergänzt FlexRoute, Algorithmic ACLs und Accelerated sFlow für Rechenzentrums-Spines mit Standard-Routing-Skalierung. Die 7800R4K-36PE ist die Service-Provider-Karte: Large-Scale-FlexRoute für über 5 Millionen Routen, große Traffic-Policy-Tabellen und TunnelSec-Verschlüsselung auf allen Ports – bei nahezu gleicher Leistungsaufnahme wie die R4-Karte.

Wie funktioniert das Upgrade von 7800R3 auf 7800R4?

Die Chassis 7804, 7808, 7812 und 7816L bleiben erhalten – nur die Fabric-Ebene und die Linecards werden getauscht. Statt sechs R3-Fabric-Modulen kommen fünf R4-Fabric-Module in die Slots 1–5 und ein Fabric-Kühlmodul (FCM) in Slot 6; damit steigt die Slot-Kapazität von 14,4 auf 28,8 Tbps. Netzteile, Supervisoren der Generation 1A/1S und Rack-Kits werden weiterverwendet, für die volle Kontrollebenen-Leistung empfiehlt sich der Supervisor-2 mit 10 Kernen und 128 GB RAM. Der 7816R mit zwölf Fabric-Slots ist im R4-Datenblatt nicht mehr aufgeführt; die 16-Slot-Variante ist der 7816LR.

Wofür braucht die 7800R4 ein Fabric-Kühlmodul?

Bei der 7800R3 saßen die Systemlüfter in allen sechs Fabric-Modulen. Die R4-Fabric benötigt für 28,8 Tbps je Slot nur fünf Module; das sechste Fabric-Slot nimmt daher ein reines Kühlmodul mit denselben Lüftern (FAN-7800-HS) auf, das die Front-to-Rear-Kühlung des Chassis vervollständigt und die Redundanz der Kühlung erhält – Arista spricht von Graceful Cooling Degradation. Das FCM ist chassisspezifisch (DCS-7804-FCM bis DCS-7816L-FCM) und in allen Bundles enthalten; beim Upgrade eines R3-Chassis ist es zusammen mit den fünf FM-R4 zu bestellen.

Alle Arista 7800R4 Switches bei Hexwaren sind originale Arista-Produkte und werden mit ihrer Arista-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Arista-Sortiment finden Sie auf unserer Arista-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.