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NVIDIA SN5000 Switches

NVIDIA Spectrum SN5000 – 800GbE-Switches mit Spectrum-4-ASIC, 51,2 Tb/s, 160-MB-Puffer und Spectrum-X für KI-Fabrics

Die NVIDIA Spectrum SN5000 Serie ist die fünfte Spectrum-Generation und die Ethernet-Grundlage für KI- und Cloud-Rechenzentren: Der SN5600 mit 64 × OSFP 800GbE in 2U und 51,2 Tb/s als Spine, Super-Spine oder End-of-Row-Switch, der SN5600D als Variante mit DC-Busbar-Speisung für DGX SuperPOD, der SN5610 mit identischen Ports, aber effizienterer Hardware mit Octa-Core-AMD, NVMe-SSD, 2+2-Netzteilen und Betrieb bis 40 °C, sowie der SN5400 mit 64 × QSFP-DD 400GbE und 25,6 Tb/s für 400G-Fabrics. Jeder 800G-Port lässt sich auf 2 × 400G oder 4 × 200G aufteilen, sodass bis zu 256 Ports mit 10 bis 200GbE aus einem 2U-System entstehen und Tausende Hosts in einer zweistufigen Topologie ohne modulare Chassis angebunden werden. Spectrum-4 bringt einen vollständig geteilten 160-MB-Paketpuffer, 33,3 Bpps, 512K dynamisch geteilte Forwarding-Einträge, 512K Flow-Counter, 256-Wege-ECMP, EVPN-Multihoming, hardwaregestützte ISSU und Nanosekunden-genaues Timing bis zum Host. Mit RoCE-Erweiterungen für Spectrum-X, adaptivem Routing und Congestion-Control bilden SN5600 und SN5610 zusammen mit BlueField-3-SuperNICs die erste speziell für KI gebaute Ethernet-Fabric mit laut NVIDIA 1,6-facher Leistung gegenüber Standard-Ethernet. What Just Happened (WJH), NetQ-Histogramme, INT und gNMI liefern Telemetrie, ein Hardware Root of Trust sichert BIOS bis NOS ab; die Switches laufen mit NVIDIA Cumulus Linux oder Pure SONiC und lassen sich in NVIDIA Air als digitaler Zwilling simulieren.

Technische Merkmale

Hersteller NVIDIA
Modelle SN5600: 64 × OSFP 800GbE + 1 × SFP28 25GbE, 2U, AC 1+1; SN5600D: wie SN5600 mit DC-Busbar 40–60 V für DGX SuperPOD; SN5610: 64 × OSFP 800GbE + 2 × SFP28 25GbE, 2U, Octa-Core AMD, 80 GB NVMe, AC 2+2, 5 Lüfter, Betrieb bis 40 °C; SN5400: 64 × QSFP-DD 400GbE + 2 × SFP28 25GbE, 2U, AC 1+1
Ports und Breakout SN5600/SN5600D/SN5610: bis 64 × 800G, 128 × 400G, 256 × 200/100/50G, 128 × 40G, 256 × 25/10G plus SFP28-Ports; SN5400: bis 64 × 400G, 128 × 200G, 256 × 100/50G, 128 × 40G, 256 × 25/10G; OSFP mit 8 × 100G PAM4, QSFP-DD mit 8 × 50G PAM4; Breakout über LinkX-Splitter-Kabel und OSFP/QSFP-DD-zu-SFP-Adapter; SFP28-Ports mit 25/10/1GbE
Performance Switching-Kapazität (bidirektional laut NVIDIA) 51,2 Tb/s (SN5600, SN5600D, SN5610), 25,6 Tb/s (SN5400); 33,3 Bpps auf allen Modellen; 160 MB monolithischer, vollständig geteilter Paketpuffer; Cut-Through mit Line-Rate; Nanosekunden-genaue Zeitsynchronisation Switch-zu-Host
Tabellen und Forwarding 512K Forwarding-Einträge, dynamisch geteilt zwischen MAC, ARP, IPv4-Routen, ACLs, ECMP und VXLAN-Tunneln; 512K On-Chip-Flow-Counter; 256-Wege-ECMP; EVPN-Multihoming; Multi-Chassis-LAG (MLAG) aktiv/aktiv; hardwaregestützte In-Service-Software-Upgrades (ISSU)
KI-Fabric (Spectrum-X) SN5600, SN5600D und SN5610 (nicht SN5400) als Switch-Komponente der NVIDIA-Spectrum-X-Plattform mit BlueField-3-SuperNICs: RoCE-Erweiterungen mit adaptivem Routing, Paket-Reordering im SuperNIC, Congestion-Control und Performance-Isolation für Tausende gleichzeitige KI-Jobs, Multi-Tenancy und Zero-Trust; laut NVIDIA 1,6-fache Leistung generativer KI-Workloads gegenüber Standard-Ethernet; vorvalidiert mit DGX, HGX, MGX, RTX Pro Server, ConnectX und LinkX
Netzwerkvirtualisierung Single-Pass-VXLAN-Routing und -Bridging, EVPN über Cumulus Linux oder SONiC, Cloud-NAT; programmierbare Pipeline mit Parsing, Verarbeitung und Editierung bis 512 Byte Tiefe; umfassendes Layer 2 und Layer 3
Telemetrie What Just Happened (WJH) über SDK, NVUE oder SONiC-CLI; hardwarebeschleunigte Queue-Histogramme mit NetQ im Sub-Mikrosekundenbereich; Inband Network Telemetry (INT); Streaming-Telemetrie über offene APIs und gNMI; NVIDIA NetQ für Validierung, Troubleshooting und MTTI-Reduktion
Sicherheit Hardware Root of Trust: Authentifizierung von Hardware, Firmware und Software von BIOS bis NOS, nicht von NVIDIA signierte Images werden blockiert; Zero-Trust-Multi-Tenancy in Spectrum-X
Betriebssystem NVIDIA Cumulus Linux mit NVUE oder Pure SONiC (NVIDIA im SONiC Governing Board und Technical Steering Committee), beide auf allen SN5000-Systemen unterstützt; ONIE-Bare-Metal-Varianten laut Hardware-Handbuch; NVIDIA Air für digitale Zwillinge mit CI/CD-Validierung von Konfiguration, Automatisierung und Upgrades
Hardware Hexa-Core x86 (SN5600, SN5600D, SN5400) bzw. Octa-Core AMD (SN5610); 32 GB RAM; SSD 160 GB SATA-3 bzw. 80 GB NVMe (SN5610); RJ45-Management-Port 100/1000, RJ45-Konsole, USB Typ 3
Stromversorgung und Kühlung SN5600, SN5400: 2 hot-swap-fähige Netzteile 1+1, 200–240 V AC, 50–60 Hz; SN5610: 4 Netzteile 2+2, 200–240 V AC; SN5600D: DC-Busbar 40–60 V DC; hot-swap-fähige Lüfter N+1: 4 (SN5600, SN5600D, SN5400), 5 (SN5610); Airflow reverse (Netzteil-zu-Port), SN5400 auch forward; Hinweis auf erhöhten Leistungsbedarf einzelner Transceiver laut Handbuch
Design 2U, 8,6 × 43,8 × 78,8 cm (alle Modelle); Betrieb 0–35 °C (SN5610: 0–40 °C), Lagerung –40 bis 70 °C, 5–85 % rF, bis 3.050 m; SN5600D mit OCP-21-Zoll-Adapterschale; CB, CE, cTUVus, CU, FCC, ICES, RCM, VCCI, RoHS
Support Mindestens ein Jahr NVIDIA Enterprise Business-Standard Support beim Kauf erforderlich (Enterprise Support Portal, Advanced RMA); Add-on-Services: Installation, Konfiguration, Technical Account Manager, 4-Stunden-Vor-Ort-Techniker, Expedited RMA, Media Retention

Einsatzbereiche

Die SN5000 ist der Switch für KI-Fabrics und Cloud-Rechenzentren im 400G- und 800G-Zeitalter: SN5600 und SN5610 bilden mit BlueField-3-SuperNICs die Spectrum-X-Fabric für GPU-Cluster mit DGX-, HGX- und MGX-Systemen, in der adaptives Routing und Congestion-Control die Auslastung der GPU-Verbindungen im Training und Inferencing hochhalten; der SN5600D mit DC-Busbar ist die Variante für DGX SuperPOD-Racks. Mit 64 × 800G und Breakout auf 128 × 400G oder 256 × 200G ersetzt ein 2U-System modulare Chassis als Spine oder End-of-Row-Switch und bindet Tausende Hosts in zwei Stufen an; der SN5400 dient als 400G-Spine oder Smart-Leaf für 100G- und 200G-Server in klassischen Cloud-Fabrics. EVPN-Multihoming, 256-Wege-ECMP, ISSU und 512K Einträge tragen Multi-Tenant-Clouds mit Zero-Trust-Segmentierung; nanosekundengenaues Timing qualifiziert die Serie für Finanz- und Telco-Anwendungen. Die OSFP-Ports werden mit OSFP-Transceivern für 800G-SR8, DR8 oder 2 × FR4 bestückt, die QSFP-DD-Ports des SN5400 mit QSFP-DD für 400G; per Breakout auf 2 × 400G oder 4 × 200G verbinden DAC-Kabel und AEC-Kabel GPU-Server und Switch im Rack, zwischen Racks AOC-Kabel, 100G-Bestandsserver QSFP28. Die 400G-Vorgängergeneration ist die NVIDIA SN4000, die 200G-Generation die NVIDIA SN3000.

Häufige Fragen zu NVIDIA SN5000 Switches

Was ist Spectrum-X, und welche SN5000-Modelle gehören dazu?

Spectrum-X ist NVIDIAs Ethernet-Plattform für KI: Sie kombiniert Spectrum-4-Switches mit BlueField-3-SuperNICs in den GPU-Servern, sodass Switch und NIC gemeinsam adaptives Routing, Paket-Reordering und Congestion-Control für RoCE-Verkehr ausführen – die Fabric verteilt Flows paketweise über alle Pfade und stellt sie im SuperNIC wieder in Reihenfolge, was laut NVIDIA die Leistung generativer KI-Workloads um das 1,6-Fache gegenüber Standard-Ethernet steigert und Tausende gleichzeitige Jobs voneinander isoliert. Zur Plattform gehören SN5600, SN5600D und SN5610; der SN5400 ist ausdrücklich nicht Teil von Spectrum-X, arbeitet aber als Standard-Ethernet-Switch mit demselben Spectrum-4-ASIC in klassischen Fabrics.

SN5600 oder SN5610 – was unterscheidet die beiden 800G-Modelle?

Beide bieten 64 × OSFP 800GbE, 51,2 Tb/s, 33,3 Bpps, 160 MB Puffer und identische Skalierung. Der SN5610 ist die überarbeitete Hardware mit Octa-Core-AMD-CPU statt Hexa-Core-x86, 80 GB NVMe statt 160 GB SATA-SSD, vier Netzteilen in 2+2-Redundanz statt zwei in 1+1, fünf statt vier Lüftern, zwei statt einem SFP28-Port und einem erweiterten Betriebsbereich von 0–40 °C statt 0–35 °C – NVIDIA nennt als Ziel optimierte Leistungsaufnahme und Effizienz. Der SN5600 bleibt mit dem SN5600D als DC-Busbar-Variante für DGX SuperPOD im Programm. Für neue Spectrum-X-Installationen ist der SN5610 die Wahl, der SN5600 für bestehende Designs und Referenzarchitekturen.

Wie viele Server lassen sich an einen SN5600 anbinden?

Jeder OSFP-Port führt acht 100G-PAM4-Lanes und lässt sich mit LinkX-Splitter-Kabeln in 2 × 400G oder 4 × 200G aufteilen; mit Adaptern sind auch 100G, 50G, 25G und 10G möglich. Ein SN5600 bedient so bis zu 128 Server mit 400G-ConnectX-7- oder BlueField-3-Adaptern oder 256 Server mit 200G. In einer zweistufigen Leaf-Spine-Topologie aus SN5600-Systemen verbindet NVIDIA damit Tausende Hosts bei minimaler Port-zu-Port-Latenz, ohne modulare Chassis. Zu beachten ist der Leistungsbedarf der 800G-Optik: Einzelne Transceiver benötigen mehr Leistung als üblich, die Grenzwerte je Port stehen im SN5000-Hardware-Handbuch, und die Netzteile setzen 200–240 V AC voraus.

Alle NVIDIA SN5000 Switches bei Hexwaren sind originale NVIDIA-Produkte und werden mit ihrer NVIDIA-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte NVIDIA-Sortiment finden Sie auf unserer NVIDIA-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.