Juniper EX4100-F Switches
Juniper EX4100-F – Cloud-ready Access-Switches mit festem Netzteil, lüfterlosen 12-Port-Modellen und Virtual Chassis bis 10 Geräte
Die Juniper EX4100-F Serie ist die kostenoptimierte Variante der EX4100 für Filialen, Außenstellen und Campus-Etagen: gleiches Junos OS, gleiche Anbindung an die Mist Cloud, EVPN-VXLAN bis zum Access-Port und ein Virtual Chassis mit bis zu zehn Mitgliedern – jedoch mit festem Netzteil statt redundanter Netzteilschächte, 10G- statt 25G-Uplinks und PoE+ statt PoE++. Sechs Modelle stehen zur Wahl: die lüfterlosen Kompaktswitches EX4100-F-12T und EX4100-F-12P mit zwei 10GBASE-T-Uplinks sowie die 19-Zoll-Modelle EX4100-F-24T/24P und EX4100-F-48T/48P mit vier SFP+-Uplinks. Alle bringen zusätzlich vier 10G-SFP+-Ports für das Virtual Chassis mit, die sich bei Bedarf als weitere Uplinks nutzen lassen.
Technische Merkmale
| Hersteller | Juniper Networks (HPE Juniper Networking) |
| Modelle | EX4100-F-12T und EX4100-F-12P (kompakt, lüfterlos, externer Netzadapter); EX4100-F-24T, EX4100-F-24P, EX4100-F-48T und EX4100-F-48P (1U, festes internes Netzteil) |
| Access-Ports | 12, 24 oder 48× 10/100/1000BASE-T (RJ45) |
| Uplinks | 12-Port-Modelle: 2× 10GBASE-T (1/2,5/5/10 GbE, RJ45); 24- und 48-Port-Modelle: 4× SFP/SFP+ (1/10 GbE); alle Modelle zusätzlich 4× 10G-SFP+, ab Werk als Virtual-Chassis-Ports konfiguriert und als Uplinks umkonfigurierbar |
| PoE | PoE+ 30 W nach 802.3af/at auf jedem Access-Port der P-Modelle; Budget 180 W beim 12P mit Netzadapter (bis 300 W mit Speisung über die beiden Uplinks), 370 W beim 24P, 740 W beim 48P; Fast PoE und Perpetual PoE |
| Performance | 144 Gbps / 107 Mpps (12T, 12P), 208 Gbps / 154 Mpps (24T, 24P), 256 Gbps / 190 Mpps (48T, 48P); Non-Blocking, Store-and-Forward; 80-Gbps-Virtual-Chassis-Interconnect |
| Tabellen | 64.000 MAC-Adressen, 32.000 ARP-Einträge, 32.650 IPv4-Präfixe / 32.150 Host-Routen, 16.100 Multicast-Routen, Jumbo Frames 9.216 Byte, 128 LAGs mit bis zu 8 Ports |
| Virtual Chassis | Bis 10 Mitglieder über die vier 10G-SFP+-Ports, alle EX4100-F-Modelle untereinander kombinierbar; Primary- und Backup-Routing-Engine mit GRES, NSR und NSB; Cross-Member-LAG, Redundant Trunk Group |
| Campus Fabric | EVPN-VXLAN bis zur Access-Ebene (IP Clos, Core-Distribution, EVPN-Multihoming), Group-Based Policy für Mikro- und Makrosegmentierung; OSPF und BGP für IPv4/IPv6 per Flex-Lizenz |
| Sicherheit | 802.1X, MAC Limiting je Port und VLAN, DHCP Snooping, Dynamic ARP Inspection, IP Source Guard, Captive Portal, Private VLANs, DDoS-Schutz der Control Plane |
| Telemetrie und Management | Juniper Mist Wired Assurance mit Marvis, Junos OS CLI, Junos Telemetry Interface (JTI), Flow-based Telemetry mit IPFIX-Export |
| Hardware | 1,7-GHz-ARM-CPU, 4 GB DRAM mit ECC, 8 GB Speicher; Netzadapter EX4100-F-PWR-75W (12T) bzw. EX4100-F-PWR-280W (12P); Ethernet Ring Protection nach ITU-T G.8032 |
| Design | Kompaktmodelle lüfterlos, 26,9 × 4,5 × 23,8 cm, 2,7–3,0 kg, Betriebstemperatur 0–40 °C; 19-Zoll-Modelle 1U, 44,1 × 4,4 × 25,7 cm (T) bzw. 31,1 cm (P), Front-to-Back-Luftführung, 3,5–5,2 kg, 0–45 °C; Enhanced Limited Lifetime Warranty (Netzteile und Lüfter 5 Jahre) |
Einsatzbereiche
Die EX4100-F ist für Standorte gedacht, die den Funktionsumfang der EX4100 – Mist Cloud, Marvis, EVPN-VXLAN, Group-Based Policy – brauchen, aber ohne Netzteilredundanz und 25G-Uplinks auskommen: Filialen, Außenstellen und kleinere Campus-Etagen. Die lüfterlosen 12-Port-Modelle stehen im Laden, Klassenzimmer oder Besprechungsraum; der EX4100-F-12P lässt sich dort über seine 10GBASE-T-Uplinks von einem 802.3bt-Switch mit Strom versorgen und kommt so ohne Steckdose aus. Die 24- und 48-Port-Modelle versorgen Telefone, Kameras und Wi-Fi-6-Access-Points mit PoE+ und binden per SFP+-Optik für 10 GbE oder SFP-Modulen für 1 GbE an den Verteiler an; die vier Virtual-Chassis-Ports fassen bis zu zehn Geräte unter einer Konfiguration zusammen. Wer redundante Netzteile, PoE++ mit 90 W oder 25G-Uplinks braucht, greift zur EX4100; für rein Cloud-verwaltete Einstiegsstandorte gibt es die EX4000.
Häufige Fragen zu Juniper EX4100-F Switches
Was unterscheidet die EX4100-F von der EX4100?
Die Hardware-Ausstattung, nicht die Software: Die EX4100-F hat ein festes Netzteil statt zweier redundanter Netzteilschächte, vier 10G-SFP+-Virtual-Chassis-Ports statt vier 25G-SFP28-Ports (80 statt 200 Gbps Interconnect) und PoE+ mit 30 W statt PoE++ mit 90 W; Multigigabit-Access-Ports gibt es nur bei der EX4100. Dafür bietet allein die EX4100-F lüfterlose 12-Port-Modelle. Junos OS, Mist Wired Assurance, EVPN-VXLAN, Group-Based Policy und Flow-based Telemetry sind identisch.
Wie wird der EX4100-F-12P mit Strom versorgt?
Auf drei Wegen: über den mitgelieferten externen 280-W-Netzadapter (180 W PoE-Budget), über einen seiner beiden 10GBASE-T-Uplinks als Powered Device an einem 802.3bt-Switch mit 90 W – etwa einer EX4400 oder EX4100-24MP/48MP – oder kombiniert. Jeder gespeiste Uplink erhöht das PoE-Budget um 90 W; mit Netzadapter und beiden Uplinks stehen bis zu 300 W zur Verfügung. Der EX4100-F-12T nutzt einen 75-W-Adapter.
Lassen sich 12-, 24- und 48-Port-Modelle in einem Virtual Chassis mischen?
Ja. Laut Datenblatt bilden beliebige Modelle der EX4100-F-Linie ein Virtual Chassis mit bis zu zehn Mitgliedern über die vier dedizierten 10G-SFP+-Ports. Jedes Mitglied kann Routing Engine sein; fällt die Primary aus, übernimmt die Backup per GRES ohne Unterbrechung, NSR und NSB halten Protokollzustände synchron. Werden die SFP+-Ports als Uplinks gebraucht, deaktiviert man die Virtual-Chassis-Funktion auf diesen Ports.
Alle Juniper EX4100-F Switches bei Hexwaren sind originale Juniper-Produkte und werden mit ihrer Juniper-Bestellnummer sowie vollständiger Spezifikation gelistet. Das gesamte Juniper-Sortiment finden Sie auf unserer Juniper-Herstellerseite, alle Serien in der Übersicht Switches.