Beschreibung
Der Cisco SFP-10G-ZR erweitert 10-Gigabit-Ethernet auf Verbindungen bis 80 km und richtet sich an Betreiber, die zwei Standorte ohne Zwischenverstärkung koppeln. Er passt in die SFP+-Ports von Plattformen wie dem Catalyst 9500, der Nexus-9000-Serie und dem ASR 9000 und macht aus einem Standard-Port eine Metro-Verbindung.
Die Optik arbeitet direktdetektierend, also ohne kohärente DSP-Verarbeitung, und schöpft ihr Linkbudget aus einem Sendepegel bis +4 dBm und einer Empfindlichkeit bis −24 dBm. Wo nur 40 km zu überbrücken sind, genügt der günstigere Cisco SFP-10G-ER-S; die ZR-Variante lohnt sich erst, wenn die Faserdämpfung eine echte 80-km-Reserve verlangt. Auf sehr kurzen Wegen ist ein Dämpfungsglied nötig, damit der Empfänger nicht übersteuert.
Per DOM nach SFF-8472 meldet der Transceiver Sende- und Empfangsleistung, Laserstrom, Temperatur und Betriebsspannung an das Host-System. Seine Leistungsaufnahme liegt bei 1,5 W, er arbeitet von 0 bis 70 °C und lässt sich im laufenden Betrieb stecken.
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Technische Daten
| Produkteigenschaft | Wert |
|---|---|
| Versandgewicht: | 1,70 kg |
| Artikelgewicht: | 1,50 kg |
| Formfaktor: | SFP+ |
| Geschwindigkeit: | 10 Gbit/s |
| Transceiver Typ: | ZR |
| Fasertyp: | Singlemode (SMF, G.652) |
| Faseranzahl: | 2 |
| Anschlusstyp: | Dual LC/PC |
| Wellenlänge: | 1550 nm |
| Reichweite: | ca. 80 km |
| Anwendung: | Weitverkehrsnetz (Langstrecke) |
| DOM Unterstützung: | Ja |
| Betriebstemperatur: | 0 bis 70 °C |
| Standard: | 10GBASE-ZR / 10GBASE-ZW / OTU2 / OTU2e (Cisco-Spezifikation) |
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FAQ
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Auf welchen Cisco-Plattformen läuft der SFP-10G-ZR? | Er arbeitet in den SFP+-Ports vieler Catalyst-, Nexus- und ASR-9000-Systeme, sofern der Port die ZR-Reichweite freigibt. So lässt sich vorhandene 10-Gigabit-Hardware ohne neue Linecards für 80-km-Strecken nutzen. |
| Wie weit reicht der Transceiver auf Standardfaser? | Auf G.652-Singlemode überbrückt er bis zu 80 km ohne Zwischenverstärker. Die tatsächlich nutzbare Distanz hängt von Spleißverlusten und Steckerdämpfung der Strecke ab. |
| Wann sollte ich stattdessen den SFP-10G-ER-S wählen? | Für Strecken bis rund 40 km genügt der ER-Baustein und spart Kosten. Der ZR lohnt sich erst, wenn das Linkbudget die vollen 80 km ausnutzt. |
| Welchen Steckertyp und welche Faser braucht der SFP-10G-ZR? | Er nutzt einen Dual-LC-Anschluss auf Singlemode-Faser nach G.652. Multimode ist für die 1550-nm-Wellenlänge nicht geeignet. |
| Unterstützt der SFP-10G-ZR digitales Monitoring? | Ja, per DOM nach SFF-8472 liefert er Sende- und Empfangspegel, Temperatur und Laserstrom in Echtzeit. Das erleichtert die Fehlersuche auf langen Fasern erheblich. |
| Brauche ich auf kurzen Verbindungen ein Dämpfungsglied? | Ja, unter etwa 20 km sollte ein optisches Dämpfungsglied den hohen Sendepegel abschwächen. Sonst übersteuert der empfindliche Empfänger und die Verbindung wird instabil. |
| Ist der SFP-10G-ZR ein kohärentes Modul? | Nein, er ist eine direktdetektierende ZR-Optik ohne kohärente DSP-Verarbeitung. Für kohärente DWDM-Strecken jenseits von 100 km sind stattdessen DCO-Bausteine wie der DP01QSDD-ZF1 vorgesehen. |